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Wem gehört das Land?

Eine Recherche zum bodenlosen Handel mit Ackerflächen

Helge Schmidt und Team

  • © Fabian Raabe

  • © Fabian Raabe

  • ©Judith Weßbecher

  • © Fabian Raabe

  • © Fabian Raabe

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  • ©Judith Weßbecher

  • © Fabian Raabe

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Termine

  • Fr 16.2.24, 20:15
  • So 18.2.24, 18:00
PREIS: €8 – €28 ORT: LICHTHOF Theater Tickets

Dauer: ca. 70 Minuten

 

Sa 10.2. Publikumsgespräch mit Tanja Busse und Christiane Grefe, den Autorinnen von „Der Grund – Die neuen Konflikte um unsere Böden – und wie sie gelöst werden können“ und Jan-Hendrik Langeloh vom Milchhof Reitbrook

Sa 17.2. Publikumsgespräch mit den Landwirt:innen Lena und Lukas Fröhlich von der SoLawi Kattendorfer Hof sowie mit Susanne Heeg und Tim Wihl aus dem Reclaiming Common Wealth Programm des The New Institute

 

English

Pressestimmen

Ackerland wird weltweit von Investoren gehandelt, um Renditen zu erzielen. Auch in Deutschland wird längst auf Land gewettet; So gehören etwa den ALDI-Erben gigantische Anbaugebiete in Ostdeutschland. Die investigative Stückentwicklung widmet sich der Spekulation mit Agrarflächen und dem Phänomen des „Land Grabbing“ in Europa und dem globalen Süden. Und auch den damit verbundenen klimapolitischen wie gesellschaftlichen Folgen.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden im globalen Süden landwirtschaftliche Flächen in der Größe Westeuropas von Investoren aufgekauft. Wälder werden gerodet, Kleinbetriebe durch industrielle Monokulturen ersetzt, um in neokolonialen Strukturen Produkte für die Nordhalbkugel herzustellen. Die Geldanlage „Land“ ist profitabler als Immobilien, verspricht durch die Klimakrise, die sie selbst verstärkt, steigende Margen und profitiert von den EU-Subventionen für Großbetriebe.

Basierend auf Interviews mit NGOs, Landwirt:innen und politischen Akteur:innen verdichten Helge Schmidt und Team entlang der titelgebenden Frage „Wem gehört das Land?“ die großen Herausforderungen unserer Zeit – koloniales Erbe, Klimakrise und Finanzspekulation – zu einer Suche nach neuen Gesellschaftsmodellen. Wie lässt sich die Landwirtschaft ökologisch umbauen? Wie stellt man Rechtssicherheit für Kleinbauern im globalen Süden her? Wie verhindert man Finanzprodukte, die zum Nachteil einer großen Mehrheit der Menschen wirken?

English

Who owns the land? condenses the major challenges of our time on the basis of one topic: colonial heritage, climate crisis and financial speculation.

While the consequences of real estate speculation have been discussed for a long time, the disastrous effects of trade in agricultural land have so far been a rather niche topic. Forests are cleared, small farms are replaced by industrial monocultures in order to produce products for the global North in neocolonial structures.

But in Germany, too, bets have long been placed on the increase in the value of fields. The investment of money is more profitable than real estate, and also promises increasing profits due to the climate crisis, which it itself exacerbates. As a result, the conversion to ecological and more effective agriculture is becoming extremely difficult. Grow or give way – this motto applies today more than ever before.

Pressestimmen:

NDR 90,3 Kulturjournal 09.02.2024 – Probenbesuch Peter Helling

„Wem gehört das Land“ ist raffiniert, unterhaltsam, lehrreich. […]  In einer hübschen Puppenspielszene ironisiert Schmidt geschickt die eigene Situation des Großstädters, der aufs Land zieht und dort das ursprüngliche Leben sucht. Playmobilmännchen mit Hipsterbart bevölkern da die aufgegebenen Höfe, und eines ruft begeistert aus: „Ich habe eine Idee! Wir machen politisches Dokumentartheater!“ Das ist lustig. Aber es ist auch hoffnungslos. Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt 10.02.2024

„Schmidt und Co. haben breit und tief recherchiert, dann extrahiert. Und so wird in kompakten 70 Minuten, in denen das Zuschauerhirn jede Sekunde gefordert ist, die Landfrage von denkbar vielen Seiten angegangen. Eine extrem gute Dramaturgie (…) macht aus den unterschiedlichen Meinungen, Ansätzen, Ideen und Fragen eine spannende Collage.“ Katja Kollmann, taz, die Tageszeitung, 29.01.24

„70 Minuten, in denen das ganze Ausmaß des weltweiten Land Grabbing deutlich wird.
(…) mit kriminalistischem Gespür fügen Helge Schmidt und die Perfomer:innen die Details einer monströsen Entwicklung zusammen. Und sie beherrschen es bestens, das Thema auf die Bühne zu bringen.“  Simone Kaempf, nachtkritik.de, 28.01.24

Es spielen: Ruth Marie Kröger, Jonas Anders, Günter Schaupp / Regie: Helge Schmidt / Bühne: Martina Mahlknecht / Kostüme: Sina Brüggemann / Musik: Frieder Hepting / Video: Jonas Link / Lichtdesign: Sönke C. Herm / Künstlerische Mitarbeit: Judith Weßbecher / Hospitanz: Pepe Grass / Produktionsleitung: Kaja Jakstat (Zwei Eulen)

Eine Produktion von Helge Schmidt und Team in Koproduktion mit dem TD Berlin und dem LICHTHOF Theater Hamburg.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien sowie durch die die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung. Die Konzeptionsphase der Produktion ist ermöglicht in Koproduktion mit dem Netzwerk Freier Theater e. V. (NFT). Das NFT wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über das Programm „Verbindungen fördern“ des Bundesverbands Freie Darstellende Künste e.V.