„(save me) not” Browsergame
von Frauen und Fiktion

Vom Heldenmythos bis zum Computerspiel – in Erzählungen der westlichen Kulturgeschichte taucht sie immer wieder auf: die „damsel in distress“, das Fräulein in Not. In einer achtmonatigen Recherchephase sammelte das Kollektiv “Frauen und Fiktion” 30 Stunden Interviewmaterial mit Frauen aus den Bereichen Kampfsport, Selbstverteidigung, Sozialarbeit und vielen weiteren.

Im Browsergame bewegen sich die User:innen durch ästhetisch sehr unterschiedliche 3 Level: In diesen Welten der digitalen Erweiterung von (save me) not, können einzelne Geschichten entdeckt werden, die an Objekte und Orte geknüpft sind – im weitesten Sinne ähnlich einem Point & Klick Adventure. Erfahrungen und Themenkomplexe entfalten sich durch Aktivierung einzelner Elemente.

Bitte verwendet Firefox, mit anderen Browsern funktioniert das Game u. U. nicht. Das Browsergame funktioniert nicht auf mobilen Geräten. Das Laden des Games kann einige Minuten dauern.

Wir empfehlen das Game im Vollbildmodus zu spielen. Klickt dafür auf das blaue Pfeilsymbol rechts unter dem Player.

Steuerung
mouse       umgucken/Laufrichtung bestimmen
W        vorwärts
A        links
S        rückwärts
D         rechts
Leertaste/space        springen
shift+W    rennen
esc         zurück ins Menu


DER WALD nach Ethel Smyth
von Kerstin Steeb & Team

Für die Neuinszenierung als Kunstfilm mit Gesang hat Kerstin Steeb ein multidisziplinäres Team um sich versammelt, um Geschichte und Gegenwart, Realität und Kunst miteinander zu konfrontieren. Der Plot der Oper wird mit Originalzitaten aus drei privaten Chatgruppen verwoben. Das dokumentarische Material wird den Sänger:innen in den Mund gelegt. Frisch eingespielte Opernromantik trifft auf Overdub-Chöre und fett produzierte Dubstep-inspirierte Neukompositionen.

Weitere Infos siehe unter „Programm“.

Willkommen im #lichthof_lab – unserer digitalen Bühne und Experimentierraum im LICHTHOF Theater. Künstler*innen erforschen hier, wie sich digitale Medien und Performance, Tanz und Theater gegenseitig befruchten können.
Aktuelle Inhalte sind im STAGE-Bereich, die ausführlichen Informationen dazu unter PROGRAMM. Inhaltlich und/oder formal interessante ältere Angebote findet ihr unter STÖBERN.

 „(save me) not” Browsergame
von Frauen und Fiktion

Vom Heldenmythos bis zum Computerspiel – in Erzählungen der westlichen Kulturgeschichte taucht sie immer wieder auf: die „damsel in distress“, das Fräulein in Not. In einer achtmonatigen Recherchephase sammelte das Kollektiv “Frauen und Fiktion” 30 Stunden Interviewmaterial mit Frauen aus den Bereichen Kampfsport, Selbstverteidigung, Sozialarbeit und vielen weiteren, um diesen Erzählungen neue Perspektiven entgegenzustellen. Aus diesem reichhaltigen Fundus an Geschichten, Haltungen und Erlebnissen kondensieren sie inhaltlich genaues und unterhaltsames Material, das als niedrigschwellige und zugleich gehaltvolle Grundlage für die Performance ebenso wie für das hierauf basierende Browsergame dient. In seiner Ursprungsfassung wurde das Projekt für das Theater Oberhausen entwickelt, jetzt hat es mit einer starken neuen Besetzung überarbeitet im LICHTHOF Theater Hamburg-Premiere gehabt.

Im Browsergame bewegen sich die User:innen durch ästhetisch sehr unterschiedliche 3 Level: In diesen Welten der digitalen Erweiterung von (save me) not, können einzelne Geschichten entdeckt werden, die an Objekte und Orte geknüpft sind – im weitesten Sinne ähnlich einem Point & Klick Adventure. Erfahrungen und Themenkomplexe entfalten sich durch Aktivierung einzelner Elemente. Für das Game “(save me) not” zeichnet sich insbesondere Paula Reissig (Gamedesign und Programmierung) verantwortlich: Sie gestaltete die animierten Welten unter Rückgriff auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Performance.

Mit dem Game “(save me) not” tragen Frauen und Fiktion dem Wunsch Rechnung, neue Formate zu erforschen und eine nachhaltigen Auswertung der aufwendigen Interviewrecherchen des Kollektivs zu realisieren.

Credits Game
Von: Frauen und Fiktion (Eva Kessler, Anja Kerschkewicz, Felina Levits und Paula Reissig)
Gamedesign & Programmierung: Paula Reissig
Beratung: Benedikt Göpfert, Felina Levits
Basierend auf dem Hörspiel „(save me) not“ von Frauen und Fiktion
Es sprachen: Josefin Platt, Shari Asha Crosson, Elisabeth Hoppe, Ulrike Krumbiegel, Lina Krüger, Toni Lorentz und Eva Kessler
Komposition: Lina Krüger und Jonas Mahari
Technische Realisation: Andreas Stoffels, Susanne Beyer und Philip Adelmann
Hörspielregie: Anja Kerschkewicz und Eva Kessler
Dramaturgie: Julia Gabel und Johann Mittmann
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020/ca. 56′


DER WALD nach Ethel Smyth
Kerstin Steeb & Team

Die Komponistin Ethel Smyth widmete sich schon vor über 100 Jahren in ihrer romantischen Oper DER WALD (UA Berlin 1902) mit ganz eigenen Motiven dem Phänomen German Angst. Woher kommt sie? Diese Angst vor dem Fremden, dem Unbekannten, dem Unkontrollierbaren?

Für die Neuinszenierung als Kunstfilm mit Gesang hat Kerstin Steeb ein multidisziplinäres Team um sich versammelt, um Geschichte und Gegenwart, Realität und Kunst miteinander zu konfrontieren. Der Plot der Oper wird mit Originalzitaten aus drei privaten Chatgruppen verwoben. Das dokumentarische Material wird den Sänger:innen in den Mund gelegt. Frisch eingespielte Opernromantik trifft auf Overdub-Chöre und fett produzierte Dubstep-inspirierte Neukompositionen. Ethel Smyth’s „Der Wald“ begegnet einem identitären Elektronik-Soundtrack. Filmischer Realismus trifft auf Videospielästhetik und auf politische Collage. Kerstin Steeb schafft als Regisseurin dabei eine einzigartige Form für zeitgenössische feministisch-politische Inhalte innerhalb der Opernszene und der freien Musiktheaterszene.

In der Story des Waldes wird die Dorfgemeinschaft zum absoluten Ideal, alles Fremde wird zum Feindbild. Die Figuren der Oper ziehen sich in ihre eigenen vier Wände zurück und werden von der Angst infiziert. Sie entwickeln sich zu Preppern, die sich in Deutschtümelei und Abschottung ihren dystopischen Verschwörungserzählungen hingeben. Durch die Verbindung von Musiktheater mit Videospiel- und Filmästhetik seziert DER WALD die Keimzelle der German Angst mitten unter uns, im Heute, in der bürgerlichen Mitte, dort, wo sie nicht vermutet wird. Vielleicht ist ja die Angst selbst das größte Monster in unserem reichen, geordneten Risikogebiet?

Alle geschriebenen, gesagten und gesungenen Chat-Texte sind Originalzitate aus drei verschiedenen privaten Chatverläufen. (Quellen: taz, das Recherchekollektiv LSA Rechtsaußen und Kerstin Steeb)

Iolanthe Lisa Florentine Schmalz / Heinrich Ferdinand Keller / Röschen  Isabel Reinhard / Rudolf  Friedo Henken / Schildkröte  Felix Stachelhaus

Schlagwerk, Synthesizer, Elektronik  Felix Stachelhaus / Sextett Geige – Juditha Haeberlin, Geige – Mona Burger, Bratsche – Carrie Robinson, Cello – Lea Tessmann, Kontrabass – Kristin Kuldkepp, Horn – Sonja Engelhardt

Komposition Ethel Smyth / Regie, Konzept, Künstlerische Leitung Kerstin Steeb /
Musikalische Leitung, Arrangement, Komposition  Felix Stachelhaus / Kamera, Schnitt  Martin D‘Costa / Szenen-, Kostümbild, Location-Scout  Hanne Lenze-Lauch / Produktion, Konzeptuelle Beratung  Stückliesel / Drehbuch Kerstin Steeb, Katja Meier / Illustration Eléonore Roedel / Dramaturgie Katja Meier / Monologe Iolanthe Ivana Sokola / Animationen  Benjamin Jantzen / 2. Kamera  Jacob Hohf / Ton, Musikmischung Patrick Dadaczynski / Maske, Ausstattungsassistenz  Johanna Winkler / Regieassistenz  Elli Neubert / Tonassistenz, Farbkorrektur Judith Zastrow / Korrepetition Eva Barta / Szenenfotos Heike Blenk

„Der Wald“ ist eine Produktion von Kerstin Steeb in Kooperation mit dem LICHTHOF Theater.

Gefördert durch:
Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Hamburgische Kulturstiftung, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Bezirksamt Altona, Mariann-Steegmann-Foundation

Unterstützt durch die Amadeu Antonio Stiftung, Boosey & Hawkes, Die Vielen, Zeigermann_Audio, Huckepack Umzüge, Wavecube, MotivBuero Hamburg, Revierförsterei Kleckerwald

©2021 Kerstin Steeb

STIMME X
Aufzeichnung der Podiumsdiskussion Musiktheater in Norddeutschland/Potentiale und Grenzen
vom Freitag, 29.10.2021

Im Rahmen der ersten Stimme X-Regionalkonferenz diskutierten: Dr. Ulrike Hartung (Musiktheaterwissenschaftlerin, Uni Bayreuth), Jan Dvorak (Künstlerischer Leiter Kommando Himmelfahrt), Matthias Schulze-Kraft (Künstlerischer Leiter LICHTHOF Theater), Moderation: Vendula Nováková und Hans-Jörg Kapp (Stimme X)


Vortrag „Kunstfreiheit in Zeiten von Corona“ | Maximilian Steinbeis

Aria for no audience (artists are still monkeys but without money) | picnic


To wander to wonder to wander – Ein Spekularium (Hörspaziergang) | Lois Bartel

Entdecke deine Umgebung neu (beispielsweise beim Corona-Spaziergang).
Dauer: 52 Minuten

Streamen über Soundcloud


FRIDAY ONLINE TALKS

Will I dream during the process? Von Véronique Langlott | 03.04.20

Imagines von Lois Bartel | 10.04.20

Danger Friends | 24.04.20

Folkstrance von Véronique Langlott | 01.05.20

Die Bürger:innenbühne – Theater im Zentrum der Gesellschaft | 22.05.20

Theater, Digitalität und Präsenz | 29.01.21


Boy H. Werner: Instruktionen am Montag

Von und mit: Charlotte Pfeifer und Pascal Fuhlbrügge

Instruktionen am Montag Nr. 1

Instruktionen am Montag Nr. 2

Instruktionen am Montag Nr. 3

Instruktionen am Montag Nr. 4

Instruktionen am Montag Nr. 5

Boy H. Werner präsentiert: Nr. 5