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Mülheim Absturz Ruhr

Eine schonungslose Auseinandersetzung mit Klassismus, Arbeitsplatzverlust und der Fragilität gesellschaftlicher Zugehörigkeit.

thecodes - theatercompany dennis schwabenland

Fr 24.04.26 20:15 Uhr
Sa 25.04.26. 20:15 Uhr

  • Theaterszene mit einem Mann in Hemd und Krawatte, der auf einem weißen Plastikstuhl sitzt, vor ihm ein Grill mit einem Braten, im Hintergrund zwei Pappfiguren vor einer Leinwand mit einer Landschaft und einem Bison.

    © Rob Lewis

  • Szene eines Theaterstücks mit einer Person, die zwischen mehreren weißen Kunststoffstühlen sitzt, umgeben von grünem Bühnenlicht und Nebel.

    © Rob Lewis

  • Theaterszene mit einer Person mit Handy im Vordergrund. Drei Pappfiguren im Hintergrund vor einer großen Leinwand auf der die Handyaufnahme dieser Figuren gezeigt wird.

    © Rob Lewis

  • Ein Mann mit weißem Hemd, roter Krawatte und weißem Cowboyhut steht auf einem von drei Stapeln weißer Plastikstühle und hält einen weiteren Cowboyhut in der Hand vor nebliger Bühnenkulisse.

    © Rob Lewis

  • Theaterszene mit einem Schauspieler, der auf dem Boden zwischen vielen weißen Kunststoffstühlen liegt, im Hintergrund stehen zwei lebensgroße Figuren und ein Stapel umgekippter Stühle.

    © Rob Lewis

Dauer: ca. 95 Minuten

Sprache: Deutsch

 

Medienecho:

Dennis Schwabenland im Interview mit Sören Ingwersen, Szene Hamburg 04/26

„In seinem neuen dokumentarischen Solo spiegelt Dennis Schwabenland die Lebensgeschichten zweier von einem Grosskonzern geprägter Familien. Vor allem zeigt er, was neoliberale Wirtschaftsentscheide anrichten.“ Elodie Kolb in DIE WOCHENZEITUNG, Nr. 29, 4. Dezember 2025

 

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English version below



Im April 2018 verschwindet der Erbe des deutschen Supermarkt-Konzerns Tengelmann, Karl-Erivan Haub, unter mysteriösen Umständen bei einer Skitour am Kleinen Matterhorn in der Schweiz. Seine Leiche wurde nie gefunden. Knapp 20 Jahre zuvor hatte der Multimilliardär mit Schweizer Uniabschluss bei radikalen Umstrukturierungen über 25.000 Mitarbeitende entlassen – darunter den Vater von Dennis Schwabenland. Der Kündigungsgrund: Als Zentraleinkäufer in Mülheim an der Ruhr soll er einen Campingstuhl 50 Pfennig zu teuer eingekauft haben.

Anhand realer Stimmen, darunter ausführliche Interviews mit Schwabenlands Eltern, zeigt das Stück, wie ein ökonomischer Absturz Biografien prägt. Direkt, dokumentarisch, dringlich. Der Gartenstuhl Piccolo II, die Fernsehrichterin Barbara Salesch und J.R. Ewing aus „Dallas“ werden zu Kronzeug:innen zweier gegensätzlicher Abstürze: dem Verschwinden eines Milliardärs und dem sozialen Abstieg einer Familie infolge radikaler Unternehmensentscheidungen.

Text & Spiel: Dennis Schwabenland / Regie: Jan-Stephan Schmieding / Co-Regie: Milva Stark / Live-Sound & Musik: Christine Hasler / Ausstattung: Romy Springsguth / Oeil Extérieur: Maria Ursprung / Lichtdesign & Technik: Tonio Finkam / Outreach: Graziella Cisternino, Julia Honer / Video: Stephan Komitsch, Milva Stark, Dennis Schwabenland / Produktionsleitung: Ramun Bernetta / Administration: Adrian Fähndrich

Produktion: thecodes – theatercompany dennis schwabenland und Bernetta Theaterproduktionen / Koproduktion: Schlachthaus Theater Bern, Ringlokschuppen Ruhr / Partnerschaften: TD Berlin, ROXY Birsfelden, LICHTHOF Hamburg, LOFFT – DAS THEATER Leipzig, Theater Winkelwiese Zürich, Kellertheater Winterthur / Unterstützt durch: Kultur Stadt Bern, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Ilse und Dr.Horst Rusch-Stiftung, Burgergemeinde Bern, Gesellschaft zu Schuhmachern, Gesellschaft zu Ober-Gerwern, RaBe Radio Bern

Einfache Sprache

Karl-Erivan Haub war der Chef des Tengelmann-Konzerns – eines sehr großen Unternehmens. Im April 2018 verschwand er bei einer Skitour in der Schweiz. Seine Leiche wurde nie gefunden.
Etwa 20 Jahre davor hatte er über 25.000 Menschen entlassen. Er wollte das Unternehmen verändern – und dafür verloren viele ihren Job.
Einer davon war der Vater von Dennis Schwabenland. Er arbeitete als Einkäufer in Mülheim an der Ruhr. Der Grund für seine Kündigung: Er hatte einen Campingstuhl 50 Pfennig zu teuer gekauft.

Das Bühnenstück erzählt, wie solche Entscheidungen das Leben von Menschen verändern. Es enthält echte Interviews mit Schwabenlands Eltern. Alles ist nah an der Wirklichkeit – direkt und dokumentarisch.
Im Stück spielen auch bekannte Dinge und Figuren eine Rolle: ein Gartenstuhl namens Piccolo II, die TV-Richterin Barbara Salesch und J.R. Ewing aus der Serie „Dallas“.
Sie stehen für zwei verschiedene Abstürze: das Verschwinden eines Milliardärs – und den sozialen Absturz einer ganz normalen Familie.