Hit

Konzertperformance im Kraftwerk Bille

Greta Granderath

Fr 2.9., 20:30 Uhr | Premiere
Sa 3.9., 20:30 Uhr
So 4.9., 20:30 Uhr

  • ©Sofie Puttfarken

  • ©Sofie Puttfarken

Dauer: ca. 60 Minuten

Spielort:

Kraftwerk Bille | Kesselhalle
Anton-Ree-Weg 50, 20537 Hamburg

English version below

Das Schlagzeug ist, von Rock und Pop über Jazz bis zur Orchestermusik, das am wenigsten mit Frauen* besetzte Instrument. HIT nimmt dies zum Anstoß für eine Konzertperformance, die mit Schlagkraft und Softness, Skills und Schlampigkeit spielt. Schlagzeugbeat, Axthieb, Aufschlag, Aufschrei, Kissenschlacht, Teppichklopfen, Messerhacken, Paukenschlag – und die Stille danach. Die Theatermacherin Greta Granderath entwickelt mit der Perkussionistin Ying-Hsueh Chen, der Drummer*in Carrie McILwain und der Performerin Juliana Oliveira drei Kompositionen. Welche Körper- und Genderbilder rufen bestimmte Sounds, Rhythmen, Instrumente oder Werkzeuge hervor? Wem trauen wir Schlagkraft, Handfertigkeit oder Zärtlichkeit zu?

Bevor das Kraftwerk Bille in Hammerbrook saniert wird, lädt HIT das Publikum noch einmal in die imposante Kesselhalle ein. Die Hamburger Autorin und Theatermacherin Greta Granderath ist interessiert an kollaborativen, feministischen Arbeitsweisen und Ästhetiken. Ihre Performances bewegen sich häufig an den  Grenzen – zum Konzert, Tanztraining, Kneipenabend oder zur Digitalität. Für HIT entwickelt sie gemeinsam mit drei Künstler*innen Solo-Kompositionen: Die Perkussionistin und Komponistin Ying-Hsueh Chen arbeitet im Bereich der klassischen und experimentellen Musik. Carrie McILwain ist Performer*in und DIY-Schlagzeuger*in in Indie- und Postpunk-Bands. Die Theatermacherin und Performerin Juliana Oliveira setzte sich als Fake-Rock Band FrontMan in stummen Konzerten mit Bandleadern auseinander und realisiert zur Zeit die fortlaufenden Recherche AXT zum Holzhacken als männlich konnotierte Geste.

* Bisher gibt es im Musikbereich Berichte und Studien zu den Kategorien Mann/Frau, aber nicht zu FLINTA* (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans* und asexuelle Personen). Zum Beispiel beträgt der durchschnittliche Frauenanteil in Berufsorchestern aktuell 32 Prozent, mit Renommee des Orchesters abnehmend. Bei den Perkussionsinstrumenten und den Stellen als Solist*in ist der Anteil oft im einstelligen Bereich oder gleich Null.

English version

From rock and pop to jazz and classical or orchestral music, drums are the instrument least likely to feature women*. HIT takes this as the impetus for a concert performance that plays with punching and softness, skills and sloppiness. A rhythmic pattern, axe blow, impact, outcry, pillow fight, carpet beating, knife hacking, the beating of a drum – and the silence afterwards.

Hamburg based theatre maker Greta Granderath develops three compositions with percussionist Ying-Hsueh Chen, drummer Carrie McILwain and performer Juliana Oliveira in the imposing boiler hall of Kraftwerk Bille.

*To date, there have been reports and studies in the music field regarding the on the categories of man/woman butand not regarding FLINTA* (women, lesbians, intersexual, non-binary, transgender and asexual people).

Zugänglichkeit/Barrieren

HIT findet in der unsanierten Kesselhalle im Kraftwerk Bille statt. Der Zugang zur Halle und zu den WCs ist leider nicht barrierefrei. Solltet ihr im Rollstuhl sitzen, andere körperliche Einschränkungen und Fragen zu Barrieren haben, meldet euch gerne vorab bei der Produktionsleitung Katja Kruglikova (katja@pk3000.de) und wir versuchen, eine Lösung zu finden!

Es gibt keine Audiodeskription, das Stück ist aber durch den Fokus auf Sound und Musik auch für blindes oder seheingeschränktes Publikum geeignet.

Einige Text-/Gesangsszenen finden größtenteils auf Englisch ohne Übersetzung statt.

Konzept, Künstlerische Leitung: Greta Granderath

Von und mit: Ying-Hsueh Chen, Carrie McILwain, Juliana Oliveira / Dramaturgie: Daniel Dominguez Teruel / Kostüm, Ausstattung: Ilona Klein / Lichtdesign: Jones Seitz / Produktion und Öffentlichkeitsarbeit: PK3000, Katja Kruglikova / Technische Leitung: Lars Kracht / Soundtechnik: Nourdin Ghanem, Nina Ozan / Assistenz Produktion und Öffentlichkeitsarbeit: Lena Plumpe / Fotos: Sofie Puttfarken / Grafikdesign: Büro KLASS

www.gretagranderath.de

Gefördert von: Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien; Musikfonds e.V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Sonderprogramms Neustart Kultur

Unterstützt von der Probebühne im Gängeviertel und HALLO: Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.