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AKTUELL  I  RÜCKBLICK

WE PRESENT ist eine Nachwuchsplattform für Hamburger Performancekünstler_innen und experimentelle Musiker_innen. Die Kurator*innen Anja Kerschkewicz und Patricia Carolin Mai zeigen Performance-Kleinode mit interessanten Ästhetiken und spannenden Denkanstößen.

 

Fotos (c) Christian Bartsch, Jana Kühle, Alexander Merbeth, Andreas Schlieter 

Vergangene Ausgaben:

#7 PELOSI, BURKHALTER/ LOCKEMANN, AFROTAK TV • 5. November 2017

 

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Foto (c) Alexander Merbeth

Was ist nationale Identität? WE PRESENT zeigt einen Hörspaziergang und zwei Performances, die sich mit der "Erfindung der Nation" beschäftigen und unsere "vorgestellte Gemeinschaft" befragen.

Bereits um 16 Uhr lädt Pelosi zu ihrem Audiowalk an den Hamburger Hafen. Ihr CALL TO LISTEN macht die postkoloniale Gegenwart Hamburgs hörbar und lässt die Spaziergänger* innen einer alternativen Auseinandersetzung mit Politiken des Erklingens, Zuhörens und Gehört-Werdens lauschen.

Ab 19 Uhr fragen Lea Burkhalter und Marlene Lockemann, was es bedeutet, in Zeiten der gesteigerten Unsicherheit die Tradition zu bewahren und wortwörtlich Flagge zu zeigen: Sie haben Ulrich Thießen und Mitglieder des Kremper Fahnenschwenkervereins eingeladen, um im Lichthof vorzustellen, wie das Fahnenschwingen funktioniert.

Im Anschluss spielt ANNE&ICH die Rede von Staatsministerin Cornelia Pieper anlässlich der Rückgabe namibischer Gebeine nach, bei der AFROTAK TV intervenieren: NOTHING ABOUT US WITHOUT US – REMAINS. EINE REDE. Von den Aktivist*innen aus Schwarzer Perspektive kontextualisiert, entsteht ein Mix aus Podiumsgespräch, Theater und visuellen Interventionen. Ein absurder Trip in die deutsche Kolonialgeschichte.

Zum Abschluss gibt es wie immer Livemusik von PLASTIQ und Freund*innen.

HINWEIS: Der Hörspaziergang CALL TO LISTEN geht bereits ab 16:00 Uhr im Stadtraum los. Weitere Infos erhalten Sie nach Anmeldung unter info@how-to-hear-the-invisible.org

Birgit Schmalmack hat auf hamburgtheater.de über diese Folge berichtet.

 

#6 GRANDERATH / OLIVEIRA, ALISCH / WESTPHAL, TRETAU / MÜLLER-TIBURTIUS • 30. Juni 2017

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Foto (c) Christian Bartsch

Das Private ist politisch! Drei Performances fragen nach der Realität dieser (feministischen) Weisheit und damit nach Ein- und Ausdrücken eines politischen Subjekts.

Die zwei Freundinnen Greta Granderath und Juliana Oliveira erforschen in O.T. (5) anhand eines Stapels Analogfotografien, welche gemeinsamen Erinnerungen wir teilen. Welche Details lassen Bilder in die Fremde rücken und was können wir über Kindheit und Jugend, Familie und Heimat der Anderen wissen?

Die IOS - Individual Optimization Society von Clara Alisch und Kevin Westphal lädt zur Selbsttransformation durch Selbstreflexion ein und entwickelt einen ganzheitlichen Optimierungsprozess zwischen Performance und bildender Kunst.

Alle unter einer Decke – Becoming Activist ist ein immersiver, peinlich-persönlicher, queerfeministischer Grenzgang: Alisa Tretau und Renata Müller-Tiburtius (DREAMaTEAM) suchen zusammen mit anderen Querdenker_innen unter einer riesigen Bettdecke nach empathischen Strategien des Zusammenseins.

Als musikalischen Abschluss definieren plastiq und Exchampion mit einem eklektisch-elektronischer Mix aus Math-Rock und Sci-Fi-Gesang das Mensch-Maschine-Sein neu.

 

 

# 5 KUITHAN/ULLRICH, KIM, LINKE • 10. März 2017

 

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Foto (c) Matthias Oertel

DAS GUTE LEBEN • Johann Kuithan / Leon Ullrich
In Gesprächen mit Fremden entdecken Kuithan und Ullrich Geschichten voller Widersprüche, wie sie so unmittelbar und unverstellt nur im echten Leben auftauchen. Die vielgestaltigen Antworten auf ihre Fragen nach dem guten Leben spenden in diesen beängstigenden Zeiten einen ganz wunderbaren Trost: Das Leben ist viel mehr, als die Angst davor, den Status quo zu verlieren.

UNIFORM • Anna-Kirstine Linke
Ein Interview mit einem Bundeswehrsoldaten wird zu einer Massenchoreografie über Gehorsam und Verweigerung.

COLORED NOISE • Su Jin Kim
In einem autobiografischen Tanzsolo setzt sich Su Jin Kim mit ihrem eigenen Körperversagen und seinen Folgen auseinander.

Ansgar Wilkens meets plastiq

Zwei Musiksprachen treffen zum Ausklang mit Livemusik aufeinander: Ansgar Wilkens Cello-Soloperformance neigt zu Aufregung, Ausschweifung und aufdringlichem Anstand, bevor die Sirenen auftauchen - plastiq improvisieren Cello-betört mit Gesang in universeller Lautsprache und elektronischen Geräten.

 

 

#4 SRETENOVIC (HAUPTSACHE FREI-SPEZIAL) • 21. April 2017


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Foto (c) Visnja Stretenovic

 

SCHLAG DIE SORGEN MIT DER FEIER! • Višnja Sretenović

 

Performative Installation über eine musikalischen Bewegung die den Zerfall Jugoslawiens wie ein eigener Soundtrack begleitet hat: Turbo-Folk.

Višnja Sretenović absolvierte ihr Schauspielstudium an der Akademie für Darstellende Kunst in Belgrad und schloss danach den Master in Performance Studies an der Universität Hamburg ab. Ihre erste Inszenierung schlag die sorgen mit der feier! hatte Premiere im Herbst 2016 auf MS Stubnitz in Hamburg und ist zum Baltic Centre for Contemporary Art in Newcastle eingeladen. Višnja arbeitet als Schauspielerin, Theaterpädagogin und freie Künstlerin; in ihrer Arbeit setzt sie sich mit Fragen über das „Ich-Sein“ auseinander und dies umfasst ihre Position als Frau, Künstlerin und zeitgenössische Nomadin.

MUSIK • Gladbeck City Bombing spielt mit plastiq

Gladbeck City Bombing macht Musik mit schrillen Figuren, für die die Welt immer noch keine passende Kategorie erfunden hat. Poly-Performer_innen postulieren groteske Polit-Entrückung und spielen mit rotlichtigen queer Halbnacktheiten.

 

#3 MARSAN, SCHARM, ANDRADE/GIESKES, PLASTIQ, NIEDERVOLTHOUDINI • 10. Juli 2016


tl_files/Produktionen 2015-2016/We present/Andrade_quer.jpg Foto (c) Andreas Hopfgarten

AMBIGUÏTÉ • Guy Marsan
Gegen die Scham, gegen das bekannte Wertesystem. Sein eigener Maßstab werden, die eigenen Regeln schreiben. Wie gewinne ich meinen eigenen Körper zurück? Eine choreografische Performance über den Mut, den man braucht, um man selbst zu sein.

DIE KRÄHEN • Annika Scharm
Die Hobbyornithologin Annika Scharm interpretiert und kommentiert die Objekte ihres forschenden Interesses und demonstriert einzelne Vogel Verhaltensweisen auch live.

CLASH BACK / HORMIGÓN • Raphaela Andrade und Swaantje Gieskes
Beton. Als Straße, Tunnel, Brücke oder Hochhaus umgibt uns dieses Material so selbstverständlich, dass wir es kaum noch merken. Beton ist Zivilisation. In Clash Back prallt menschliche Ausdruckskraft auf die Brüchigkeit des scheinbar massiven Materials – tänzerisch, performativ, perkussiv.

SIRENEN UND BEATS • plastiq
Mit Stimme, Potis und Keys die Musik freispielen. Lena Geue, Martina Lenzin und Raphaela Andrade improvisieren mit Gesang in universeller Lautsprache und elektronischen Geräten. Mit Quirin Nebas am Schlagzeug.

SYNTHABENTEUER. • niedervolthoudini
Es zischt und blinkt – 4, 3, 2, 1: Space Odyssee. Krautiger Elektro aus dem Ärmel des Zufalls. niedervolthoudini sind Carl-John Hoffmann, Mario Schöning, Oliver Ruhmkorf.

 

 

#2 KECINSKI, SCHRÖDER / STATKUS• 21. Mai 2016

 

tl_files/Produktionen 2015-2016/We present/verfremdungszwecke2_quer.jpgFoto (c) Performance Studies


VERFREMDUNGSZWECKE • Angela Kecinski
Acht Menschen wurden gebeten, sich hinzulegen und wieder aufzustehen. Vier Tänzerinnen nehmen diese Bewegungen zum Anlass für eine bittere Feier voller Humor und mit ekstatischer Loslösung aus der Bewegungsmaschine.

MOMENTS OF FEAR • Helen Schröder und Ekaterina Statkus
Angst als Sinfonie des Schrecks, als Catwalk der Posen. Archaisch, ungehemmt und äußerst schamlos ist die Atmosphäre, in der nicht einmal mehr das Schweigen der Lämmer zu hören ist.

Das biografische Material von Statkus & Schörder ist nie das eigentliche Thema ihrer Performances, sondern wird durch ihre Arbeitsmethoden, kontextualisiert und verfremdet und verweist dadurch auf Themen, die die eigene Biografie übersteigen.

MUSIK • Jay Holler
Singing, Songwriting und Rap mit nachdenklichen Songs über Liebe, Gott und die Welt.

 

 

#1 MAI, KERSCHKEWICZ / KESSLER • 24. April 2016

 

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Foto (c) Jana Kühle

NÄHERRÜCKEN • Patricia Carolin Mai
Dreizehn Rücken atmen bewegende Geschichten.

Patricia Carolin Mai ist Tänzerin, Choreographin und Tanzvermittlerin. Studierte Tanz in Amsterdam und Antwerpen und arbeitet als Tänzerin im In- und Ausland, u.a. für zwei Jahre in Israel bei der Batsheva Dance Company (Leitung: Ohad Naharin). Mit dem Stück NäherRücken schloss sie den MA Performance Studies (Universität Hamburg) ab. Ihre Tanzproduktion Ready to Snap - erster Teil einer Trilogie über Körper in Extremzuständen - erhielt die Nachwuchsförderung der Stadt Hamburg und wurde vom K3 Tanzplan Hamburg koproduziert.

FIKTION I • Frauen und Fiktion (Anja Kerschkewicz und Eva Kessler)
Fragmente aus Virginia Woolfs A Room Of One’s Own, eine Manx Katze und ein Frauenbilderlabyrinth. Was ist dieses Eva?

Anja Kerschkewicz studierte Bühnen- und Kostümbild sowie Szenographie, assistierte am Schauspielhaus Zürich und absolvierte im Anschluss ihr Regie Studium an der HfMT Hamburg. Das entwickeln eigener Stücke und Arbeitskonstellationen ist seit dem Studium Teil ihrer Theaterpraxis; Zusammen mit der Autorin Svenja Viola Bungarten arbeitet sie an zeitgenössischen grotesken Bühnenstoffen.

Eva Kessler studierte Schauspiel an der Universität der Künste Berlin (2011) und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen (2016). Sie liebt die praktische Arbeit im Probenraum genauso wie die konzeptuelle Arbeit am Schreibtisch. Das brachte sie 2014 dazu das Performancekollektiv Frauen und Fiktion zu gründen.

Als Kern der Gruppe Frauen und Fiktion erproben Anja Kerschkewicz und Eva Kessler in ihren Performances alternative Entwürfe von Frau-Sein.

MUSIK • plastiq

Mit Stimme, Potis und Keys die Musik freispielen.
 

 
© 2018 LICHTHOF Theater Hamburg