Performance
Status
Franziska Jakobi & Team
Termine
- Sa. 11.4.26, 20:15
- So. 12.4.26, 18:00
Dauer: ca. 65 Minuten
Sprache: Deutsch. Kurze Passagen Englisch, Ukrainisch und Russisch. Jede Sprache wird übersetzt, illustriert oder in anderer Form verständlich dargestellt.
Die Welt unsicher geworden. Unsere Gewissheiten sind in Frage gestellt und von einem Moment auf den anderen kann sich bei uns – zack – alles ändern. Es droht Statusverlust.
Wie damit umzugehen ist, weiß der ukrainische Schauspieler Nikita Petrosian. In einer multiperspektivischen One-Man-Show und mit einem reichhaltigen performerischen Repertoire wird er es dem Publikum beweisen: Er weiß, wie Status funktioniert. Er kann sein, was immer er sein will, so lange er nur hart genug arbeitet und immer freundlich lächelt. Es gilt der Aufstiegsgedanke.
Als Showmaster schwankt er dabei zwischen Comedy und Tragik, zwischen aufrichtigen biografischen Einblicken und selbstdarstellerischen Überhöhungen, zwischen dem Dasein als Kriegsflüchtling und dem Dasein als Bühnenmensch. Wie findet man Anschluss in einer von Kategorien und Abgrenzung bestimmten Welt? Im schillernden Spiegel der selbstdarstellerischen Vereinzelungsgesellschaft verschmelzen wir alle zu einer glitzernden Nummernshow des Glücks.
Cause it’s a bittersweet symphony, that’s life / slave to money, then you die / no change, I can change, I can change, I can change / I’m a million different people from one day to the next
Künstlerische Leitung, Regie: Franziska Jakobi / Dramaturgische Mitarbeit: Ruby Behrmann / Performance: Nikita Petrosian / Kostüm: Johanna Helen Baumann / Produktionsleitung: Gregory Popov / Bühne: Kathrine Altaparmakov / Musik: Simon Rösel / Licht: Sönke C. Herm / Öffentlichkeitsarbeit: Hark Empen, Farina Jäger-Stabenow
Wiederaufnahme ermöglicht durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.
Produktion gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, unterstützt von der Probebühne im Gängeviertel.
Die Welt ist unsicher. Sicherheiten verschwinden und alles ändert sich plötzlich. Viele Menschen haben Angst, ihren sozialen Stand zu verlieren.
Der ukrainische Schauspieler Nikita Petrosian zeigt Lösungen. In seinem Solo-Theaterstück nutzt er viele Ausdrucksmittel. Er erklärt dem Publikum, wie Status funktioniert. Er spielt jede gewünschte Rolle. Dafür arbeitet er hart und lächelt immer. Er glaubt an den sozialen Aufstieg.
Als Unterhalter wechselt er zwischen lustigen und traurigen Momenten. Er erzählt echte Geschichten aus seinem Leben und übertreibt gleichzeitig maßlos. Er ist Kriegsflüchtling und Künstler zugleich.
Wie finden Menschen Kontakt in einer Welt voller Vorurteile und Grenzen?
In einer Gesellschaft, in der sich jeder selbst darstellt, suchen alle gemeinsam nach ihrem Glück.
The world has become uncertain. Our certainties are being questioned, and from one moment to the next everything can change — just like that. The threat of losing status looms. How to deal with this is something the Ukrainian actor Nikita Petrosian knows well. In a multi-perspective one-man show and with a rich performative repertoire, he proves it to the audience: he knows how status works. He can be whatever he wants to be, as long as he works hard enough and keeps smiling. The logic of upward mobility prevails.
As a showmaster, he oscillates between comedy and tragedy, between sincere biographical insight and self-stylised exaggeration, between the existence of a war refugee and that of a stage performer. How does one find belonging in a world shaped by categories and exclusion? In the shimmering mirror of a society of self-display and isolation, we all merge into a glittering numbers show of happiness.
Cause it’s a bittersweet symphony, that’s life / slave to money, then you die / no change, I can change, I can change, I can change / I’m a million different people from one day to the next