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Spucken wir auf Hegel

Denkwerkstatt

Barletti/Waas

  • Person in rotem Hemd spricht vor Mikrofon vor Wand mit bemalten Papptellern und zwei großen Bildern von blauen Kapuzenjacken

    © Anika Buessemeier

  • Zwei Personen sitzen vor einer großen Wand mit schwarz-weißen, comicartigen Zeichnungen und Sprechblasen in einem Raum mit Stühlen und roten Sitzwürfeln

    © Anika Buessemeier

  • Schwarz-weiß-Szenenfoto einer Performance mit Publikum im Vordergrund und zwei Personen vor einer Wand mit runden Schildern und glänzenden, hängenden Figuren im Hintergrund

    © Anika Buessemeier

Termine

  • Fr. 8.5.26, 20:15
  • Sa. 9.5.26, 20:15
  • So. 10.5.26, 18:00
PREIS: €8 – €28 ORT: LICHTHOF Theater Tickets

Dauer: ca. 2,5 Stunden, mit Pause

Sprache: Deutsch und Italienisch (mit Übertiteln)

Access Info:
Ein zwangfreier Abend. Wir lesen, wir erzählen, wir spielen, hören gemeinsam Musik, reden, um uns der Figur Carla Lonzis anzunähern. Man kann aufstehen, herumgehen, essen, trinken, auf die Toilette gehen.

Zum Text in einfacher Sprache

English version below

 

„Wir haben 4000 Jahre lang zugeschaut, jetzt haben wir es gesehen.“

Mit dem Manifest der italienischen Feministin Carla Lonzi eröffnen Lea Barletti und Werner Waas einen Abend des kämpferischen Infragestellens und des tastenden Erkundens gleichberechtigter Beziehungen. Als roter Faden dienen vier Gespräche, in denen die Vordenkerin des philosophischen Feminismus mit ihrem Partner Pietro Consagra über Kunst, Liebe, Gleichheit und Machtverhältnisse diskutiert. Lonzis Schlusswort: „Geh nur!“ Daneben Briefe, Träume und Gedichte aus ihrem Tagebuch „Schweig, nein rede“.

Eine Reise durch fünf Jahrzehnte Feminismus, Philosophie, Familie, Religion und Marxismus als immer noch hochaktueller Prozess der Selbstbewusstwerdung. Lieder, Musik, Gespräche und Pausen strukturieren das gemeinsame Nachdenken. Das Publikum erwartet keine fertige Erzählung; es sitzt im selben Denkraum – auf den Spuren von Carla Lonzi und aller anderen Frauen, die dem Wahnsinn patriarchaler Machtausübung etwas entgegensetzten.

Spiel, Dramaturgie, Regie: Lea Barletti, Werner Waas / Pausen-DJ: Harald Wissler / Originalmusik: Mareike Hube / Raum: Elke Graalfs

Gefördert durch eine NFT-Netzwerk-Residenz am TD Berlin. Ermöglicht durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten für Kultur und Medien. Koproduktion: TD Berlin. Das Gastspiel wird gefördert durch die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die LICHTHOF Stiftung.

Einfache Sprache

Viertausend Jahre sahen wir zu, jetzt haben wir es gesehen.

Lea Barletti und Werner Waas beginnen den Abend mit Carla Lonzis Manifest, stellen kämpferisch Fragen und suchen nach Wegen für gleichberechtigte Beziehungen. Vier Gespräche prägen den Abend: Die philosophische Feministin Lonzi spricht mit ihrem Partner Pietro Consagra über Kunst, Liebe, Gleichheit, Macht. Lonzis abschließender Satz lautet: „Geh nur!“ Ergänzend dazu gibt es Briefe, Träume außerdem Gedichte aus ihrem Tagebuch „Schweig, nein rede“.

Das alles zeigt eine Reise durch fünf Jahrzehnte. Es geht um Feminismus, Philosophie, Familie, Religion als auch Marxismus. Der Prozess der Selbstbewusstwerdung bleibt wichtig. Lieder, Musik, Unterhaltungen sowie Stille gliedern die gemeinsame Reflexion. Das Publikum findet hier keine abgeschlossene Geschichte; es befindet sich in einem Raum zum Nachdenken. Es folgt den Spuren Carla Lonzis und allen Frauen, die sich dem Wahnsinn der männlich dominierten Machtausübung entgegenstellten.

 

English

„We have watched for 4,000 years, now we have seen it.“

With the manifesto of Italian feminist Carla Lonzi, Lea Barletti and Werner Waas open an evening of combative questioning and tentative exploration of equal relationships. The central theme is four conversations in which the pioneer of philosophical feminism discusses art, love, equality and power relations with her partner Pietro Consagra. Lonzi’s closing words: Just go.

Alongside this are letters, dreams and poems from her diary Schweig, nein rede (Be quiet, no, speak). A journey through five decades of feminism, philosophy, family, religion and Marxism as a still highly topical process of self-awareness. Songs, music, conversations and breaks structure the joint reflection. The audience does not expect a finished narrative; it sits in the same space of thought – following in the footsteps of Carla Lonzi and all the other women who opposed the madness of patriarchal power.