Performing Denkmal II
Wie gehen wir mit Hamburgs kolonialen Denkmälern um?
Maria Isabel Hagen
Termine
- Do. 26.2.26, 20:15 | Premiere
- Fr. 27.2.26, 10:00
- Fr. 27.2.26, 20:15
- Sa. 28.2.26, 20:15 | + Nachgespräch
- So. 1.3.26, 18:00
Dauer: ca. 60 Minuten
Sprache: Deutsch, Englisch
Gifty Lartey, Madeleine Estelle Menguoloune Toupka, Tash Manzungu, Precious Wiesner, Sunday Israel Akpan, Mawuto Dotou, Elijah Ofosu, Gary Emekwa, Kenneth Soussoukpo und Maria Isabel Hagen führen Fragen zum öffentlichen Gedenken fort und legen einen Fokus auf Denkmäler die, ausgehend von der Kolonialzeit bis heute, Geschichten der Afrodiaspora in Hamburg thematisieren. Wer bestimmt, woran wir erinnern? Wie kann ein Denkmal aussehen, das Zukunft öffnet?
Orte mit kolonialer Geschichte sind in Hamburg so gegenwärtig, dass man sie gar nicht wahrnimmt. In einem mehrmonatigen Prozess hat das Team bestehende Denkmäler performativ erweitert und völlig neue umgesetzt. Entstanden sind Videos, Fotos und Erfahrungsberichte, die in der Bühnenperformance zu einem letzten Denkmal verwoben werden. Dokumentarische Spuren, Konflikte, Visionen und re-enactete Denkmäler erzählen von Schwarzen Erfahrungen im öffentlichen Raum, von Reibungen, Begegnungen und dem Mut, neue Formen des Gedenkens zu entwerfen.
Künstlerische Leitung: Maria Isabel Hagen / Kuration und Choreografie: Gifty Lartey / Performance: Madeleine Estelle Menguoloune Toupka, Tash Manzungu, Precious Wiesner, Sunday Israel Akpan, Gifty Lartey, Maria Isabel Hagen / Musikkuration: Tammy Ihedioha / Videografische Kunst: Gary Emekwa / Fotografische Kunst: Elijah Ofosu / Design und utopische Denkmalentwürfe: Mawuto Dotou / Bühnenbild: Raphaela Andrade Cordova / Kostümkuration: Brooklyn Ade Fumi Odunsi / Produktionsleitung: Jill Addo / Social Media und Digitales Denkmal: Kenneth Soussoukpo / Technik und Lichtdesign: Lars Kracht / Assistenz: Anita Salcido
Gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, ZEIT Stiftung, Zusammen Leben und Arbeiten e.V., Proberaumfonds des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg (DfdK), W3_Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
Gifty Lartey, Madeleine Estelle Menguoloune Toupka, Tash Manzungu, Precious Wiesner, Sunday Israel Akpan, Mawuto Dotou, Elijah Ofosu, Gary Emekwa, Kenneth Soussoukpo und Maria Isabel Hagen diskutieren über öffentliches Gedenken. Sie konzentrieren sich auf Denkmäler, die die Geschichte der Afrodiaspora in Hamburg von der Kolonialzeit bis heute zeigen. Afrodiaspora bezeichnet die weltweite Gemeinschaft von Menschen afrikanischer Abstammung, die außerhalb des afrikanischen Kontinents leben. Die Künstler:innen stellen die Frage: Wer entscheidet, an was wir uns erinnern? Wie sieht ein Denkmal aus, das die Zukunft ermöglicht?
Orte mit kolonialer Vergangenheit sind in Hamburg so üblich, dass sie unbemerkt bleiben. Das Team hat über mehrere Monate existierende Denkmäler durch Performance ergänzt und neue geschaffen. Daraus entstanden sind Videos, Fotos und Berichte. Die Bühnenperformance verbindet diese zu einem letzten Denkmal. Dokumente, Konflikte, Ideen und nachgestellte Denkmäler berichten über Schwarze Erlebnisse im öffentlichen Raum, über Spannungen, Treffen und den Mut, neue Arten des Gedenkens zu entwickeln.
Gifty Lartey, Madeleine Estelle Menguoloune Toupka, Tash Manzungu, Precious Wiesner, Sunday Israel Akpan, Mawuto Dotou, Elijah Ofosu, Gary Emekwa, Kenneth Soussoukpo and Maria Isabel Hagen continue to explore questions of public remembrance, placing a focus on monuments that, from the colonial era to the present day, address stories of the Afro-diaspora in Hamburg. Who decides what we remember? What might a monument look like that opens toward the future?
Sites marked by colonial history are so present in Hamburg that they often go unnoticed. Over the course of several months, the team has performatively expanded existing monuments and created entirely new ones. The result is a collection of videos, photographs, and personal accounts that are woven into a final monument within the stage performance. Documentary traces, conflicts, visions, and re-enacted monuments speak of Black experiences in public space — of friction, encounters, and the courage to imagine new forms of remembrance.