Performance
Mülheim Absturz Ruhr
thecodes - theatercompany dennis schwabenland
Termine
- Fr. 24.4.26, 20:15
- Sa. 25.4.26, 20:15
Im April 2018 verschwindet der Erbe des deutschen Supermarkt-Konzerns Tengelmann, Karl-Erivan Haub, unter mysteriösen Umständen bei einer Skitour am Kleinen Matterhorn in der Schweiz. Seine Leiche wurde nie gefunden. Knapp 20 Jahre zuvor hatte der Multimilliardär mit Schweizer Uniabschluss bei radikalen Umstrukturierungen über 25.000 Mitarbeitende entlassen – darunter den Vater von Dennis Schwabenland. Der Kündigungsgrund: Als Zentraleinkäufer in Mülheim an der Ruhr soll er einen Campingstuhl 50 Pfennig zu teuer eingekauft haben.
Anhand realer Stimmen, darunter ausführliche Interviews mit Schwabenlands Eltern, zeigt das Stück, wie ein ökonomischer Absturz Biografien prägt. Direkt, dokumentarisch, dringlich. Der Gartenstuhl Piccolo II, die Fernsehrichterin Barbara Salesch und J.R. Ewing aus „Dallas“ werden zu Kronzeug:innen zweier gegensätzlicher Abstürze: dem Verschwinden eines Milliardärs und dem sozialen Abstieg einer Familie infolge radikaler Unternehmensentscheidungen.
Text & Spiel: Dennis Schwabenland / Regie: Jan-Stephan Schmieding / Co-Regie: Milva Stark / Live-Sound & Musik: Christine Hasler / Ausstattung: Romy Springsguth / Oeil Extérieur: Maria Ursprung / Lichtdesign & Technik: Tonio Finkam / Outreach: Graziella Cisternino, Julia Honer / Video: Stephan Komitsch, Milva Stark, Dennis Schwabenland / Produktionsleitung: Ramun Bernetta / Administration: Adrian Fähndrich
Produktion: thecodes – theatercompany dennis schwabenland und Bernetta Theaterproduktionen / Koproduktion: Schlachthaus Theater Bern, Ringlokschuppen Ruhr / Partnerschaften: TD Berlin, ROXY Birsfelden, LICHTHOF Hamburg, LOFFT – DAS THEATER Leipzig, Theater Winkelwiese Zürich, Kellertheater Winterthur / Unterstützt durch: Kultur Stadt Bern, SWISSLOS/Kultur Kanton Bern, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Ilse und Dr.Horst Rusch-Stiftung, Burgergemeinde Bern, Gesellschaft zu Schuhmachern, Gesellschaft zu Ober-Gerwern, RaBe Radio Bern
Im April 2018 war Karl-Erivan Haub, der Erbe des Tengelmann-Konzerns, bei einer Skitour am Kleinen Matterhorn in der Schweiz verschwunden. Man fand seine Leiche nie. Etwa 20 Jahre vorher hatte der Multimilliardär mit Schweizer Uniabschluss über 25.000 Mitarbeiter entlassen, weil er den Konzern radikal umgebaut hatte. Zu diesen Mitarbeitern gehörte der Vater von Dennis Schwabenland. Der Kündigungsgrund war, dass er als Zentraleinkäufer in Mülheim an der Ruhr einen Campingstuhl 50 Pfennig zu teuer gekauft hatte.
Das Stück zeigt mit echten Stimmen, wie ein wirtschaftlicher Absturz Lebensläufe verändert. Es enthält auch lange Interviews mit Schwabenlands Eltern. Die Darstellung ist direkt, dokumentarisch und wichtig.
Der Gartenstuhl Piccolo II, die Fernsehrichterin Barbara Salesch und J.R. Ewing aus „Dallas“ sind wichtige Zeugen für zwei unterschiedliche Abstürze: das Verschwinden eines Milliardärs und der soziale Abstieg einer Familie wegen radikaler Firmenentscheidungen.