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Premiere

Fake it till you take it

Ein Stück über die Anmaßung, sich zu den Besitzenden zu zählen

Meera Theunert / Mira Wickert / Franz-Xaver Franz

  • © Bente Stachowske

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Termine

  • Do 5.5.22, 20:15 | Premiere
  • Fr 6.5.22, 20:15
  • Sa 7.5.22, 20:15
  • So 8.5.22, 18:00 | + Workshop 15:00 – 17:00 Uhr
PREIS: €8 – €24 ORT: LICHTHOF Theater Tickets

Dauer: 60 – 90 Minuten

Peter Helling hat die Proben besucht.
Hört hier rein in seinen Vorbericht im NDR 90,3 Kulturjournal vom 4.5.22.

Workshop zur Stückeinführung am So 8.5., 15:00 – 17:00 Uhr
In einem stückeinführenden Workshop stellen wir uns der Frage, wer die Figuren sind, die wir im Backstagebereich der Hochstapelei auf der Bühne treffen werden. An welchen Punkten werden zudem Verteilungsfragen von Reichtum im Stück gestellt? Durch praktisches Ausprobieren und Erleben, wie sich dies alles im theatralen Statusspiel äußert, werdet ihr selbst einen performativen Zugang zu den Konfliktlinien des Abend erleben.

Dauer des Workshops: ca. 2 Stunden, danach 1 Stunde Pause bis zur Aufführung.

Der Workshop ist kostenlos.
Anmeldung per Mail an: Workshop_take_it@riseup.net

Die Anmaßung, sich zu den Besitzenden zu zählen, ist ein Vergehen, das schwerer geahndet wird als gefährliche Körperverletzung oder Raub. Eigentum ist Macht, es erlaubt zur uneingeschränkten Verfügung über den Besitz, über Objekte, die nicht nur Autos und Handtaschen, sondern auch die Arbeitskraft der Mitmenschen sind, deren Lebenszeit und Talente, deren Gehorsam und Fügsamkeit. Das Verbrechen von Hochstapler:innen besteht darin, sich in diesem Schauspiel selbst Subjektstatus zu verleihen – oder wie es der Anwalt der zurzeit wohl bekanntesten Hochstaplerin, Anna Sorokin, im Prozess formulierte: „Sie wollte Akteurin sein, nicht nur Schaulustige.“ In ihrer Rolle als reiche Erbin hat sie nicht nur die New Yorker High Society überzeugt, sondern auch Banken, Luxushotels und Netflix. Gleichzeitig löste sie eine Welle der Bewunderung unter Linksradikalen aus. Doch wie weit ist der Weg von der Schaulustigen zur Akteurin, von der Akteurin zur Aktivistin? Wie viele Annas müsste es geben, damit eine spürbare Umverteilung stattfindet?

In fake it till you take it nimmt Meera Theunert die Strategien der Trickbetrüger:innen als Spielanleitung und fragt: Liegt im Hochstapeln ein widerständiges Potential? Sind performative Klassenwechsel möglich? Und was sollte man mit seinen letzten 100 Dollar wirklich tun? Akteur:innen und Schaulustige der Klassengesellschaft – bei fake it till you take it kommt ihr alle auf eure Kosten! Nehmt Platz und ertränkt mit uns euren Klasseninstinkt in einem Glas guten Weins. Lehnt euch zurück, denn hier ist alles genauso, wie es scheint!

Willkommen im Backstagebereich der klassenbewussten Hochstapelei!

Regie: Meera Theunert / Performance: Mira Wickert, Franz-Xaver Franz / Textentwicklung: Franz-Xaver Franz und Meera Theunert / Bühnenbild: Laura Robert / Kostüme: Annabelle Gotha / Training Taschenspielertricks: Emrah Polat / Dramaturgische Beratung: David Mielecke /  Technik: Beata Berger / Öffentlichkeitsarbeit und Social Media: Godje Loof / Bühnenbau und Logistik: Christina Wagner / Vermittlung: Simone Rozalija Thiele

diemonade.com

postmoderntalking.com

Instagram: @misediehls

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, durch den Berit und Rainer Baumgarten Stiftungsfonds unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung und die Hamburgische Kulturstiftung.