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Hamburg-Permiere

BETWEEN VOLGA AND VOID

Tanz-Theater-Solo

Kristina Schleicher

  • Eine Frau mit weißem Stoff auf der Schulter, Blick nach unten.

    © Pola Rader

  • Eine Frau liegt verschränkt auf dem Teppich.

    © Pola Rader

  • Eine Frau Silhouette in Bewegung von hinten beim Tanzen.

    © Pola Rader

  • Eine Frau steht in einem Teppich umwickelt in rot-blauem Licht.

    © Pola Rader

  • Eine Frau sitzt mit einem Teppich umhüllt auf dem Boden.

    © Pola Rader

  • Eine Frau schaut unter einem Teppich hervor.

    © Pola Rader

  • Eine Frau im Kleid durch die Kleidfransen hindurch schauend.

    © Pola Rader

Termine

  • Sa. 3.10.26, 20:15
  • So. 4.10.26, 18:00
PREIS: €8 – €28 ORT: LICHTHOF Theater Tickets

Dauer: ca. 50 min + 15 min Publikumsgespräch
Sprache: Deutsch, Russisch, englische Übertitel
Altersbegrenzung: ab 12 Jahren
Content Notes: Erwähnung von Krieg, Deportation, Lager- & Diskriminierungserfahrungen

Zum Text in einfacher Sprache

English version below

Was antwortet man, wenn die einfache Frage „Woher kommst du eigentlich?“ eine ganze Identitätskrise auslöst? Zwischen Herkunft, Ankunft und Gegenwart entfaltet sich die Solo-Performance “Between Volga & Void”.

Ausgehend von biographischen Ereignissen und dokumentarischen Interviews mit Personen aus der Russlanddeutschen Community entsteht ein Geflecht aus Bewegung, Sprache, Soundscape und Video. Die Soundscape ist eine Zusammenstellung aus Interviewfragmenten, Geräuschen und rhythmischen Klängen. Der tanzende Körper wird zum Archiv, das vererbte Erfahrungen sichtbar macht und von Migration, Fremdzuschreibung, Scham, Widerstand und dem Wunsch nach Zugehörigkeit erzählt.

Das Publikum ist eingeladen, Teil dieser Suche zu werden. Dabei können sich aktuelle Fragen eröffnen: Wie leben wir Identität in einer postmigrantischen Gesellschaft? Was bedeutet es, zwischen den Welten aufzuwachsen? Und wie fühlt sich eine Heimat an, die zugleich fremd und vertraut ist?

Künstlerische Leitung, Performance: Kristina Schleicher / Dramaturgie: Franziska Jakobi / Choreografisches Third Eye: Sofia Greben / Videographie & Dokumentation: Eugenia Bakurin / Sounddesign & Musik: Artur Sommerfeld / Fotografie & Design: Elisa Goldammer / Kostümdesign: Pola Rader / Produktionsassistenz: Regina Schleicher

Gefördert durch das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein sowie die LICHTHOF Stiftung. Weitere Unterstützung erfolgte durch die Proberaumförderung des Fonds Darstellende Künste (DfdK) sowie durch die Landeshauptstadt Kiel im Rahmen des KulturForums.

Einfache Sprache

Diese Solo-Performance zeigt eine Reise durch Erinnerungen und den eigenen Körper. Sie thematisiert das Leben zwischen der alten und der neuen Heimat. Ein Teppich begleitet die Person auf der Bühne. Dieser Teppich schützt sie, ist aber auch eine Last. Die Performance erzählt persönliche und gemeinsame Geschichten von (Spät-)Aussiedler*innen.

Die Grundlage für das Stück sind Interviews. Daraus entsteht eine Mischung aus Bewegung, Sprache, Ton und Video. Der Ton besteht aus Ausschnitten der Interviews, Geräuschen und Rhythmen. Der Körper zeigt wie ein Archiv vererbte Erfahrungen. Er macht Migration, Scham, Vorurteile, Widerstand und den Wunsch nach Zugehörigkeit sichtbar.

Die Zuschauer erleben diese Suche mit und stellen sich Fragen zur Gegenwart: Wie leben wir Identität in einer Gesellschaft, die von Migration geprägt ist? Was bedeutet es, zwischen verschiedenen Welten aufzuwachsen? Und wie fühlt sich eine Heimat an, die man gleichzeitig gut kennt und die einem fremd ist?

English

What do you say when the seemingly simple question “Where are you actually from?” triggers a full-blown identity crisis? Between origin, arrival, and the present moment, the solo performance “Between Volga & Void” unfolds within a fragile in-between space.

Drawing on biographical experiences and documentary interviews with members of the Russian-German community, a layered interplay of movement, language, soundscape, and video emerges. The soundscape is composed of interview fragments, ambient noises, and rhythmic textures. The dancing body becomes an archive, rendering inherited experiences visible and telling stories of migration, external ascription, shame, resistance, and the longing for belonging.

The audience is invited to become part of this search and to engage with pressing questions: How do we live identity in a post-migrant society? What does it mean to grow up between worlds? And what does a sense of home feel like when it is both foreign and familiar at once.