- This event has passed.
A SYMPHONY OF WOOL
Tanz-Installation | Relaxed Performance
Véronique Langlott
Termine
- Do. 15.10.26, 20:15 | Premiere
- Fr. 16.10.26, 20:15
- Sa. 17.10.26, 20:15
- So. 18.10.26, 18:00
Bitte beachten:
Die Veranstaltungen finden in der Barlach-Halle K statt!
Dauer: ca. 60 min
Sprache: keine
A Symphony of Wool verbindet lokales Kulturerbe mit urbaner künstlerischer Praxis. Ausgehend von norddeutscher Schafwolle entfaltet sich eine choreografische Installation – eine Pop-Symphonie, die mit Hilfe jahrtausendealter Filztechniken über weibliche Kunstproduktion, Rituale, marxistische Entfremdungstheorien und Klimawandel nachdenkt.
Die Symphonie erzählt Geschichten von Abwesenheiten, von kapitalistischen Produktionsweisen, die zu massiven Trennungen von Mensch und Umgebung führen. Die Wolle wurde vom Schaf getrennt, die Stadt vom Land, die Maschine vom Menschen, ebenso wie weibliche und männliche Produktionsweisen in Kunst und Kultur. Durch die gemeinsame Praxis des Filzens verbindet das Produktionsteam nicht nur urbane, rituelle, popkulturelle, traditionelle, choreografische und klangliche Wollfäden miteinander, sondern auch sich selbst. In vier Sätzen durchleben alle Performerinnen unzählige Metamorphosen: Schafe werden zu Orakeltänzerinnen, Wolle wird Sound, Körper werden Raum.
Konzept: Véronique Agapi Langlott/ Von und mit: ATELIER LANIKA, Silke Daniel, Claude Jansen, Eng Kai Er, Ann Trépanier, Dong Zhou / Technische Leitung und Lichtdesign: Chi Him Chik / Produktionsleitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Lena Carle
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Proberaumfonds des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg (DfdK). Unterstützt von der Probebühne im Gängeviertel.
A Symphony of Wool ist ein Kunst-Projekt. Es verbindet alte Tradition aus Norddeutschland mit moderner Kunst aus der Stadt.
Das Material ist Schafwolle aus Norddeutschland. Daraus entsteht eine Installation mit Tanz. Man kann auch sagen: eine Pop-Symphonie.
Dafür nutzen die Künstlerinnen das Filzen. Diese Technik ist mehrere tausend Jahre alt.
Das Projekt zeigt: Im Kapitalismus werden Dinge getrennt, die zusammengehören.
- Die Wolle ist vom Schaf getrennt.
- Die Stadt ist vom Land getrennt.
- Die Maschine ist vom Menschen getrennt.
- Frauen und Männer arbeiten in der Kunst oft getrennt.
Das Team filzt gemeinsam. So verbinden sich Stadt, Tradition, Pop, Tanz und Musik. Und die Menschen im Team verbinden sich auch.
Die Symphonie hat vier Teile. Die Tänzerinnen verwandeln sich dabei:
- Schafe werden zu Tänzerinnen, die in die Zukunft sehen.
- Wolle wird zu Klang.
- Körper werden zu Raum.
A Symphony of Wool combines local cultural heritage with urban artistic practice. Using sheep’s wool from northern Germany as its starting point, a choreographic installation, a symphony unfolds that explores the legacy of ancient felt-making traditions, female art production, Marxist thoughts on alienation as well as climate change.
The symphony tells stories of absences and capitalist modes of production, which have led to massive divisions between humans and their environment. Wool was separated from sheep, city from countryside, machine from human, as well as female from male modes of production in arts and culture. Through the shared practice of felting, the production team interweaves not only urban, ritual, pop-cultural, traditional, choreographic, and sonic threads of wool, it also connects with one another. The sheep transforms from a provider of wool into an oracular dancer; wool becomes space and dancers a resonating body.