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Foto (c) Alexander Merbeth

WE PRESENT - JUNGE HAMBURGER PERFORMANCE


We Present ist eine von Anja Kerschkewicz und Patricia Carolin Mai kuratierte Nachwuchsplattform für junge Hamburger Performancekünstler_innen und experimentelle Musiker_innen, die regelmäßig am LICHTHOF Theater stattfindet. Performance-Kleinode werden als künstlerische Visitenkarte und interessante, ästhetische oder inhaltlichen Denkanstöße einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Wer eine eigene Arbeit im Rahmen von We Present zeigen möchte, bewirbt sich per Email an wepresent@lichthof-theater.de.



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Demnächst

PELOSI, BURKHALTER/ LOCKEMANN, AFROTAK TV • 5. November 2017

 

Was ist nationale Identität? WE PRESENT zeigt einen Hörspaziergang und zwei Performances, die sich mit der "Erfindung der Nation" beschäftigen und unsere "vorgestellte Gemeinschaft" befragen.

Bereits um 16 Uhr lädt Pelosi zu ihrem Audiowalk an den Hamburger Hafen. Ihr CALL TO LISTEN macht die postkoloniale Gegenwart Hamburgs hörbar und lässt die Spaziergänger* innen einer alternativen Auseinandersetzung mit Politiken des Erklingens, Zuhörens und Gehört-Werdens lauschen.

Ab 19 Uhr fragen Lea Burkhalter und Marlene Lockemann, was es bedeutet, in Zeiten der gesteigerten Unsicherheit die Tradition zu bewahren und wortwörtlich Flagge zu zeigen: Sie haben Ulrich Thießen und Mitglieder des Kremper Fahnenschwenkervereins eingeladen, um im Lichthof vorzustellen, wie das Fahnenschwingen funktioniert.

Im Anschluss spielt ANNE&ICH die Rede von Staatsministerin Cornelia Pieper anlässlich der Rückgabe namibischer Gebeine nach, bei der AFROTAK TV intervenieren: NOTHING ABOUT US WITHOUT US – REMAINS. EINE REDE. Von den Aktivist*innen aus Schwarzer Perspektive kontextualisiert, entsteht ein Mix aus Podiumsgespräch, Theater und visuellen Interventionen. Ein absurder Trip in die deutsche Kolonialgeschichte.

Zum Abschluss gibt es wie immer Livemusik von PLASTIQ und Freund*innen.

HINWEIS: Der Hörspaziergang CALL TO LISTEN geht bereits ab 16:00 Uhr im Stadtraum los. Weitere Infos erhalten Sie nach Anmeldung unter info@how-to-hear-the-invisible.org. 




Bisher


Granderath / Oliveira, Alisch / Westphal, Tretau / Müller-Tiburtius • 30. Juni 2017

Das Private ist politisch! Drei Performances fragen nach der Realität dieser (feministischen) Weisheit und damit nach Ein- und Ausdrücken eines politischen Subjekts.

Die zwei Freundinnen Greta Granderath und Juliana Oliveira erforschen in O.T. (5) anhand eines Stapels Analogfotografien, welche gemeinsamen Erinnerungen wir teilen. Welche Details lassen Bilder in die Fremde rücken und was können wir über Kindheit und Jugend, Familie und Heimat der Anderen wissen?

Die IOS - Individual Optimization Society von Clara Alisch und Kevin Westphal lädt zur Selbsttransformation durch Selbstreflexion ein und entwickelt einen ganzheitlichen Optimierungsprozess zwischen Performance und bildender Kunst.

Alle unter einer Decke – Becoming Activist ist ein immersiver, peinlich-persönlicher, queerfeministischer Grenzgang: Alisa Tretau und Renata Müller-Tiburtius (DREAMaTEAM) suchen zusammen mit anderen Querdenker_innen unter einer riesigen Bettdecke nach empathischen Strategien des Zusammenseins.

Als musikalischen Abschluss definieren plastiq und Exchampion mit einem eklektisch-elektronischer Mix aus Math-Rock und Sci-Fi-Gesang das Mensch-Maschine-Sein neu.




KUITHAN/ULLRICH, KIM, LINKE • 10. März 2017


DAS GUTE LEBEN • Johann Kuithan / Leon Ullrich

In Gesprächen mit Fremden entdecken Kuithan und Ullrich Geschichten voller Widersprüche, wie sie so unmittelbar und unverstellt nur im echten Leben auftauchen. Die vielgestaltigen Antworten auf ihre Fragen nach dem guten Leben spenden in diesen beängstigenden Zeiten einen ganz wunderbaren Trost: Das Leben ist viel mehr, als die Angst davor, den Status quo zu verlieren.

Leon Ullrich wurde in Hamburg geboren, studierte Germanistik, Medienkultur und Visuelle Kommunikation in Hamburg, sowie Schauspiel in Berlin. Er spielte im Ensemble des Maxim Gorki Theater Berlin und dem Schauspielhaus Graz, sowie als Gast an der Schaubühne Berlin, am Schauspielhaus Hamburg, am Theater Bremen und am Theater Neumarkt. Neben verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen war er zuletzt in der ZDF_neo Produktion "Eichwald MdB" zu sehen.

Johann Kuithan wurde in Münster (Westfalen) geboren. Studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft und Pädagogik. War Regieassistent am Maxim Gorki Theater Berlin und lebt seitdem als freier Regisseur - mit Engagements am Jungen Theater Göttingen, Anhaltischen Theater Dessau und dem Theater Neumarkt Zürich - in Berlin.



UNIFORM • Anna-Kirstine Linke

Ein Interview mit einem Bundeswehrsoldaten wird zu einer Massenchoreografie über Gehorsam und Verweigerung.

Anna-Kirstine Linke wurde in Braunschweig geboren. Studierte Philosophie-Künste-Medien in Hildesheim sowie seit 2015 Schauspielregie in Hamburg. Als Autorin war sie eingeladen zum Treffen junger Autoren und Stipendiatin der Niedersächsischen Kulturstiftung. Sie ist Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes.



COLORED NOISE • Su Jin Kim

In einem autobiografischen Tanzsolo setzt sich Su Jin Kim mit ihrem eigenen Körperversagen und seinen Folgen auseinander.

Su Jin Kim wurde in Südkorea geboren, ist Tänzerin, Performerin und Choreografin. Sie studierte Tanz und Sportpädagogik an der Ewha Womans University in Seoul, sowie zeitgenössischen Tanz an der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) in Salzburg. 2017 schloss sie MA Performance Studies an der Universität Hamburg ab und ihr Abschlussstück Colored Noise wurde im Juni 2016 auf Kampnagel gezeigt. Ihr Interesse gilt der Erforschung von Bewegungen im Zusammenspiel mit Text, Sprache und anderen Medien.



Ansgar Wilkens meets plastiq

Zwei Musiksprachen treffen zum Ausklang mit Livemusik aufeinander: Ansgar Wilkens Cello-Soloperformance neigt zu Aufregung, Ausschweifung und aufdringlichem Anstand, bevor die Sirenen auftauchen - plastiq improvisieren Cello-betört mit Gesang in universeller Lautsprache und elektronischen Geräten.




SRETENOVIC (HAUPTSACHE FREI-SPEZIAL) • 21. April 2017


SCHLAG DIE SORGEN MIT DER FEIER! • Višnja Sretenović

Performative Installation über eine musikalischen Bewegung die den Zerfall Jugoslawiens wie ein eigener Soundtrack begleitet hat: Turbo-Folk.

Višnja Sretenović absolvierte ihr Schauspielstudium an der Akademie für Darstellende Kunst in Belgrad und schloss danach den Master in Performance Studies an der Universität Hamburg ab. Ihre erste Inszenierung schlag die sorgen mit der feier! hatte Premiere im Herbst 2016 auf MS Stubnitz in Hamburg und ist zum Baltic Centre for Contemporary Art in Newcastle eingeladen. Višnja arbeitet als Schauspielerin, Theaterpädagogin und freie Künstlerin; in ihrer Arbeit setzt sie sich mit Fragen über das „Ich-Sein“ auseinander und dies umfasst ihre Position als Frau, Künstlerin und zeitgenössische Nomadin.



MUSIK • Gladbeck City Bombing spielt mit plastiq

Gladbeck City Bombing macht Musik mit schrillen Figuren, für die die Welt immer noch keine passende Kategorie erfunden hat. Poly-Performer_innen postulieren groteske Polit-Entrückung und spielen mit rotlichtigen queer Halbnacktheiten.





MARSAN, SCHARM, ANDRADE/GIESKES, PLASTIQ, NIEDERVOLTHOUDINI • 10. Juli 2016


AMBIGUÏTÉ • Guy Marsan

Gegen die Scham, gegen das bekannte Wertesystem. Sein eigener Maßstab werden, die eigenen Regeln schreiben. Wie gewinne ich meinen eigenen Körper zurück? Eine choreografische Performance über den Mut, den man braucht, um man selbst zu sein.

Guy Marsan ist ein frankokanadischer Performer. Er studierte Theater an der University of Ottawa (B.A) und Physical Theatre sowie Mime Corporel in Paris und arbeitete in Kanada sechs Jahre mit verschiedenen Kollektiven. Nachdem er sein Studium (M.A.) der Performance Studies an der Universität Hamburg abgeschlossen hatte, war er Artist in Residence beim Fleetstreet Theater Hamburg, wo er sein choreografisches Solostück Ambiguïté entwickelte. Im Mai 2016 hat er den Choreografie Preis des KunstSalons bei der new talents biennale in Köln gewonnen.



DIE KRÄHEN • Annika Scharm

Die Hobbyornithologin Annika Scharm interpretiert und kommentiert die Objekte ihres forschenden Interesses und demonstriert einzelne Vogel Verhaltensweisen auch live.

Annika Scharm wuchs in Mauritanien, Namibia und Deutschland auf und studierte Applied Theatre in Brisbane. 2012 schloss sie ihr Studium an der Universität Hamburg mit MA Performance Studies ab und arbeitet seitdem als freischaffende Performerin und Theatermacherin in Hamburg. Ihre Performances „BALZTÄNZE" und "Murder of Crows” wurden auf Kampnagel uraufgeführt. 2016 initiierte sie mit 24 lokalen und internationalen Künstlerinnen das "Treffen Total” (K3) und ist in der Probebühne im Gängeviertel aktiv.





CLASH BACK / HORMIGÓN • Raphaela Andrade und Swaantje Gieskes

Beton. Als Straße, Tunnel, Brücke oder Hochhaus umgibt uns dieses Material so selbstverständlich, dass wir es kaum noch merken. Beton ist Zivilisation. In Clash Back prallt menschliche Ausdruckskraft auf die Brüchigkeit des scheinbar massiven Materials – tänzerisch, performativ, perkussiv.

Raphaela Andrades Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Raum und Klang. Neben ihrem Studium des Bühnenbilds entwickelt sie performative Choreographien und versucht immer neue Spielflächen zu erschaffen. Als Sängerin steht das Experiment mit Stimme und Sprache im Vordergrund und auch ihre Bands „Le Me“ und plastiq“ nutzen die Improvisation als wesentlichen Bestandteil in ihrer Musik.

Swaantje Gieskes ist zeitgenössische Flamencotänzerin und Choreografin. 2006 schloss sie ihre Schauspielausbildung in Hamburg ab und studierte Flamenco in Sevilla, Berlin und Hamburg. 2015 erhielt sie für ihre Produktion „xmal medea“ die Nachwuchsförderung der Kulturbehörde Hamburg. In der klassischen Flamencoszene ein schräger Vogel, wehrt sie sich konsequent gegen die gängigen Flamencoklischees und hat sich auf die Fahnen geschrieben, den zeitgenössischen Flamenco salonfähig zu machen.



SIRENEN UND BEATS • plastiq

Mit Stimme, Potis und Keys die Musik freispielen. Lena Geue, Martina Lenzin und Raphaela Andrade improvisieren mit Gesang in universeller Lautsprache und elektronischen Geräten. Mit Quirin Nebas am Schlagzeug.



SYNTHABENTEUER. • niedervolthoudini

Es zischt und blinkt – 4, 3, 2, 1: Space Odyssee. Krautiger Elektro aus dem Ärmel des Zufalls. niedervolthoudini sind Carl-John Hoffmann, Mario Schöning, Oliver Ruhmkorf.





KECINSKI, SCHRÖDER / STATKUS • 21. Mai 2016



VERFREMDUNGSZWECKE • Angela Kecinski

Acht Menschen wurden gebeten, sich hinzulegen und wieder aufzustehen. Vier Tänzerinnen nehmen diese Bewegungen zum Anlass für eine bittere Feier voller Humor und mit ekstatischer Loslösung aus der Bewegungsmaschine.

Angela Kecinski tanzte nach ihrem Tanzstudium am ArtEZ Arnhem bei Johann Kresnik, Rami Be’er, Club Guy & Roni, Ted Stoffer und Reinhild Hoffmann. Im Anschluss an ihr Masterstudium Performance Studies an der Uni Hamburg zeigte sie ihre choreografischen Arbeiten VERFREMDUNGSZWECKE auf dem Festival LocoMotion #8 in Skopje und TEMPTRESS im Rahmen von Limited Edition auf K3 sowie bei Hauptsache Frei #2. Zuletzt kollaborierte sie mit der Künstlerin Cordula Ditz sowie den ChoreografInnen Jonas Woltemate, Nora Elberfeld, Regina Rossi, Ursina Tossi und Helen Schröder



MOMENTS OF FEAR • Helen Schröder und Ekaterina Statkus

Angst als Sinfonie des Schrecks, als Catwalk der Posen. Archaisch, ungehemmt und äußerst schamlos ist die Atmosphäre, in der nicht einmal mehr das Schweigen der Lämmer zu hören ist.

Helen Schröder ist Performerin und Theatermacherin, mit klassischer Tanzausbildung, einem Studium der Literatur und Kunstgeschichte und einem MA Performance Studies (Universität Hamburg). Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Frage nach Autorschaft und mit den Grauzonen künstlerischen Eigentums. Der Bezug zum eigenen Leben durchzieht ihre letzten vier Performances die in Zusammenarbeit mit Ekaterina Statkus entstanden.

Ekaterina Statkus ist Performerin und schloss Ihr erstes Studium in Kulturjournalismus an der Lomonossow Universität in der heimischen Stadt Moskau ab. Ein Stipendium für junge JournalistInnen vom DAAD führte sie nach Deutschland, wo sie sich nach einem Auftritt in der Performance ››This Progress‹‹ von Tino Sehgal entschied einen MA in Performance Studies an der Universität Hamburg zu absolvieren.

Das biografische Material von Statkus & Schörder ist nie das eigentliche Thema ihrer Performances, sondern wird durch ihre Arbeitsmethoden, kontextualisiert und verfremdet und verweist dadurch auf Themen, die die eigene Biografie übersteigen.



MUSIK • Jay Holler

Singing, Songwriting und Rap mit nachdenklichen Songs über Liebe, Gott und die Welt.





MAI, KERSCHKEWICZ / KESSLER • 24. April 2016



NÄHERRÜCKEN • Patricia Carolin Mai

Dreizehn Rücken atmen bewegende Geschichten.

Patricia Carolin Mai ist Tänzerin, Choreographin und Tanzvermittlerin. Studierte Tanz in Amsterdam und Antwerpen und arbeitet als Tänzerin im In- und Ausland, u.a. für zwei Jahre in Israel bei der Batsheva Dance Company (Leitung: Ohad Naharin). Mit dem Stück NäherRücken schloss sie den MA Performance Studies (Universität Hamburg) ab. Ihre Tanzproduktion Ready to Snap - erster Teil einer Trilogie über Körper in Extremzuständen - erhielt die Nachwuchsförderung der Stadt Hamburg und wurde vom K3 Tanzplan Hamburg koproduziert.



FIKTION I • Frauen und Fiktion (Anja Kerschkewicz und Eva Kessler)

Fragmente aus Virginia Woolfs A Room Of One’s Own, eine Manx Katze und ein Frauenbilderlabyrinth. Was ist dieses Eva?

Anja Kerschkewicz studierte Bühnen- und Kostümbild sowie Szenographie, assistierte am Schauspielhaus Zürich und absolvierte im Anschluss ihr Regie Studium an der HfMT Hamburg. Das entwickeln eigener Stücke und Arbeitskonstellationen ist seit dem Studium Teil ihrer Theaterpraxis; Zusammen mit der Autorin Svenja Viola Bungarten arbeitet sie an zeitgenössischen grotesken Bühnenstoffen.

Eva Kessler studierte Schauspiel an der Universität der Künste Berlin (2011) und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen (2016). Sie liebt die praktische Arbeit im Probenraum genauso wie die konzeptuelle Arbeit am Schreibtisch. Das brachte sie 2014 dazu das Performancekollektiv Frauen und Fiktion zu gründen.

Als Kern der Gruppe Frauen und Fiktion erproben Anja Kerschkewicz und Eva Kessler in ihren Performances alternative Entwürfe von Frau-Sein.



MUSIK • plastiq

Mit Stimme, Potis und Keys die Musik freispielen.
 
© 2017 LICHTHOF THEATER Hamburg