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Othello - I know I’m not the only one

Nach William Shakespeare


Bei Shakespeare ist
Othello die große Tragödie eines ehrlichen Mannes, der sich durch Intrigen und subtile Diskriminierung zu dem machen lässt, was alle in ihm sehen: den Fremden, dessen Leidenschaft so übermächtig ist, dass er schließlich seine Frau tötet. Bekannt als ein Stück über Rassismus und Eifersucht scheint es unmöglich, die Geschichte anders zu denken. 


Was aber, wenn Othellos Hautfarbe nicht das Zentrum des Stückes, sondern nur das stärkste und sichtbarste Symbol für die gesellschaftliche Zuteilung und Kontrolle von Rollen, die an den Menschen haften bleiben wie Masken, die mit dem Fleisch verwachsen und zu Gesichtern werden? Sagen wir also, Othello ist gar nicht Schwarz, sondern Teil eines weißen männlichen Machtapparates. Und sagen wir, seine frisch vermählte Ehefrau ist nicht wunderschön und blond, sondern wunderschön und fremd. Was bedeutet das für Othello, für Desdemona, für die Gesellschaft um sie herum? 


Regisseur Fabian Gerhardt (Deutsches Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden, Schau- spiel Frankfurt) sucht wie in vielen seiner bisherigen Arbeiten nach der Möglichkeit einer unmittelbaren Erzählung in postdramatischen Zeiten. 


Mit Anna Mariscal, Fabian Raabe, Jochen Weichenthal und Anton Weil
Regie: Fabian Gerhardt
Bühne & Kostüme: Laura Kirst
Musik: Marc Eisenschink
Dramaturgie: Stefan Wipplinger 


Am Donnerstag, 8. September lädt der Verein der Förderer und Freunde des LICHTHOF e.V. im Anschluss an die Vorstellung zum Publikumsgespräch ein. 


Gastspiel gefördert durch die Rusch-Stiftung und die Kulturbehörde der Freien uns Hansestadt Hamburg.


Foto (c) Fabian Raabe

 

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