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Markus&Markus

Ibsen: Peer Gynt

Ein dramatisches Gedicht von Herbert (und Markus&Markus)

 

Wer geistig nicht mehr folgen, wer nicht mehr sinnvoll kommunizieren kann, der droht aus der menschlichen Gemeinschaft herauszufallen. Schon sprechen einige Philosophen Menschen mit Demenz den Personenstatus ab. Es ist der Schritt vom Menschen zur Sache. Vom „Jemand“ zum „Etwas“.  Wir sind Markus&Markus. Wir wissen, dass Realität ein dehnbarer Begriff ist. Wir vertrauen unserem Peer und folgen ihm in seine Welt. Wir gehen mit ihm einen Weg, der keine Mauern, keine Grenzen und keinen Blick zurück kennt.

 

Peer Gynt ist ein begnadeter Tänzer, Frauenheld, Pilot und weiß mit dem Maschinengewehr umzugehen. Peer hat neun Kinder. Aber er kann sie nicht treffen, denn es wurde jetzt eine Mauer gebaut. Peer Gynt ist dement. Der Knopfgießer will Peers Seele wie eine missratene Bleifigur umschmelzen. Diesem Schicksal kann er nur entgehen, wenn es ihm gelingt, zu beweisen, dass er in seinem Leben er selbst gewesen ist. Doch was ist es, das Selbst? Was ist noch wahr, wenn die betreffende Person dies selbst nicht mehr einschätzen kann?

 

Das Theaterkollektiv Markus&Markus begleitete ihren dementen Protagonisten über Wochen hinweg mit der Kamera und folgte ihm auf seinen Wegen. IBSEN: PEER GYNT ist ein Theaterstück, in denen diese Videos die Hauptrolle spielen.

 


Von und mit: Markus&Markus (Katarina Eckold, Lara-Joy Hamann, Markus Schäfer und Markus Wenzel) / Gast: Herbert

Eine Produktion von Markus&Markus in Koproduktion mit der Gessnerallee Zürich, ROXY Birsfelden, LOT Braunschweig und SOPHIENSÆLE

Das Gastspiel wird ermöglicht durch: Rusch-Stiftung. Mit freundlicher Unterstützung von FUNK. Gefördert durch Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, Fonds Darstellende Künste, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Stadt Hildesheim.

Foto (c) Paula Reissig

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