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Erla Prollius

Himmel und Erde

Von Gerlind Reinshagen


Am Donnerstag, 23. Juni lädt der Verein der Förderer und Freunde des LICHTHOF e.V. im Anschluss an die Vorstellung zum Publikumsgespräch ein.

 

Die vitale und lebensbejahende Kellnerin Sonja ist schwer erkrankt. In der Klinik trifft sie auf den jungen Tischler Goldie, der Zuhörer ihrer intensiven Lebensbeichte wird. Beim unermüdlichen Reden und pausenlosen Denken gelangt sie zu einer Klarheit, in der sie erkennt, was sie bisher verdrängt hat. Am Ende ihrer Tage ist sie in der Lage, das Leben zu feiern.

Mit Himmel und Erde hat Gerlind Reinshagen Theatergeschichte geschrieben. In einer Kritik der Uraufführung heißt es: "Himmel und Erde zeigt das Elend eines kleinen, scheinbar nutzlosen Gehirns, doch dahinter wird dann eine rabiate Kraft, eine fast gewalttätige Phantasie sichtbar, die dieses Gehirn, von Todesangst zum Sprechen gebracht, entwickelt" (Zeit). Erla Prollius nimmt sich sensibel der heiteren Skurrilität des Stückes an. Ohne jegliches Pathos entsteht so eine leidenschaftliche Liebeserklärung an das Leben.

Neben vielen anderen Preisen erhielt Gerlind Reinshagen den Mühlheimer Dramatikerpreis (1977), die Ehrengabe des Andreas-Gryphius-Preises (1982), den Niedersachsenpreis (1999) und wurde noch 2008 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Die vielseitige Autorin verfasst auch Kinderbücher, Hörspiele und Prosa.

Regisseurin Erla Prollius inszeniert seit 2000 am LICHTHOF Theater. Hier entstanden eine Vielzahl Projekte, oft mit gemischten Ensembles aus Profis und Amateuren, wie Birthdayparty, Lost oder Talking Heads. An Gerlind Reinshagens Stück interessieren sie die thematische Brisanz und der poetische Erzählstil.

Im Gespräch mit der Regisseurin erzählt Gerlind Reinshagen von der Inspiration zu Himmel und Erde, ihrer Meinung zum zeitgenössischen Theater und ihrer Begeisterung für das Kino.

Mit Eva Engelbach, Christine Korfant und Martin Westhof

Regie: Erla Prollius
Musik: Eva Engelbach
Bühne: Marcel Weinand
Kostüm: Renata Kos
Dramaturgie: Ines Dyszy
Licht: Sönke C. Herm und Dima Ostroglad
Regieassistenz: Isabelle Prchlik und Isabel Schneider

Foto (c) Marcel Weinand

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