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Glaube Liebe Hoffnung

Ein kleiner Totentanz
Von Ödön von Horváth

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"Konzentriert, inhaltsschwer und spannend." (Hamburgtheater.de) / "Ein starker Abend mit starken Spielern, der tolle Bilder schafft." (reihesiebenmitte.de) / "Mit einem abstrakten Unterton, der Ausbrüche in Humor, Emotion oder Surrealismus erlaubt, ohne das Stück an den Realismus zu verschenken. Das sorgt mit der zurückhaltenden Performance und konzentrierten Regie dafür, dass alle im Gefallenes-Mädchen-Genre lauernden Kitschklippen umschifft werden." (Hamburger Abendblatt)

Die Unterwäschevertreterin Elisabeth hat Schulden. Um arbeiten zu dürfen, braucht sie einen Gewerbeschein, für den sie sich Geld leihen muss. Als letzten Ausweg versucht sie, noch zu Lebzeiten, ihren Leichnam dem Anatomischen Institut zu verkaufen, doch auch das ist nicht möglich. In die Kriminalität gezwungen, muss Elisabeth auch um ihre neue Liebesbeziehung fürchten.

Horváths Glaube Liebe Hoffnung erzählt eine Kriminalgeschichte über die Widersprüche zwischen Gesellschaft und Individuum, die "zu keinem Frieden kommen". Um zu überleben, müssen die Figuren fortwährend ihren Glauben, ihre Liebe oder ihre Hoffnung verraten. Ihre Ideale sind nicht mit der Gesellschaft vereinbar, ohne die Gesellschaft ist die Verwirklichung der Ideale jedoch nicht möglich. Die Inszenierung erzählt Elisabeths Ausgrenzung als einen
Albtraum auf der Grenze von Wahn und Wirklichkeit. Eine interdisziplinäre, tänzerisch-choreografische Interpretation, die den Klassiker für die freie Szene gewinnt.

"Horváth bevölkert seine Geschichte mit so armselig normalen Leuten und Problemen, dass man sich zwischendurch fragt, was daran erzählenswert ist. Aber eben dieses wenig Erzählenswerte, dieses unbarmherzig Unambitionierte macht den Text für uns so interessant. Horváth findet eine Sprache, die zutiefst menschliche Prozesse offenlegt."(Helge Schmidt im LICHTHOF Interview)

Jonas Woltemates Choreographie fügt dieser Sprache formalisierte Bewegung hinzu - und damit eine spezielle Aufgabe für die Darsteller_innen:

"Unser Wunsch war, mit der Bewegung den Figuren noch eine Ebene anzubieten, auf der etwas verhandelt werden kann. Die Bewegungen funktionieren dabei auch wie Sprache, bei der aber offen bleibt, was gesagt wird.b Interessant finde ich auch, wenn dabei ab und zu statt der Figur der Spieler durchscheint, der mit dieser Aufgabe umgehen muss." (Jonas Woltemate im LICHTHOF Interview)


Helge Schmidt hat als freier Regisseur zuletzt die Uraufführung von Lena Bireschs gentrifiction am LICHTHOF Theater verwirklicht und inszenierte außerdem unter anderem am Thalia Theater. Jonas Woltemate arbeitet als freier Choreograph vor allem auf Kampnagel. Für The beat on us wurde er zuletzt mit dem Nachwuchspreis des Hauptsache Frei-Festivals bedacht. Glaube Liebe Hoffnung ist ihre erste Zusammenarbeit.

Mit David Kosel, Günter Schaupp und Laura Uhlig
Regie: Helge Schmidt
Choreographie: Jonas Woltemate
Bühne & Kostüme: Julia Berndt
Licht: Sönke C. Herm
Presse: Hanna Klimpe
Assistenz: Ariane Mohr, Judith Wessbecher

Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung und die LICHTHOF Stiftung. Unterstützt durch die Probebühne im Gängeviertel.

Foto (c) Maren Janning
Teaser (c) Jeanne Charlotte Vogt und Benjamin van Bebber

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