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Gentrifiction

Tragikomödie von Lena Biresch
Regie: Helge Schmidt

Uraufführung des mit dem Kaltstart-Jurypreis 2014 ausgezeichneten Dramas!

"Auf der Suche nach der Weltformel sind wir über die Dunkelheit gestolpert: ausgerechnet eingedunkelt, nicht ausgeleuchtet abgelichtet. Ich pfeif‘ doch auf das Universum." (Omega)


Sind 10-34 Sekunden eigentlich kürzer als ein Jiffy? Mit dieser und anderen zwar astrophysikalisch interessanten, lebenspraktisch aber irrelevanten Fragen beschäftigt sich die Weltunter-Gang: vier letzte Vertreter der Spezies Homo sapiens, die sich die Zeit bis zur angekündigten Weltimplosion mit Tanzen, Trinken und Party Hopping vertreiben.

Parallel zu der Party-Crew begegnen sich in absurd überhöhten Alltagssituationen die Figuren Eins und Zwei und analysieren ihre Liebes- und Trennungsgeschichte zwischen Supermarkt und Kettenkarussell. In einer beckettschen Landschaft erklimmen schließlich die Pioniere Hinz und Kunz unüberschaubare Datenberge und versuchen erfolglos, neues Land zu vermessen.

In drei Welten tummeln sich in dieser Tragikomödie sprachgewitzte Figuren, die trotz ihrer physikalisch-psychologischen Versiertheit das Leben und ihre Umwelt weder beherrschen noch verstehen können. Wie kann etwas so Perfektes wie die Natur etwas so Unfertiges wie den Menschen hervorbringen?

Lena Biresch ist Autorin und Regisseurin. Ihr Debütstück "format c:" entwickelte sie 2008 in der Fleetstreet. Ebendort brachte sie 2010 das Stück "stand-by-me" zur Uraufführung, das zum Kaltstart Festival eingeladen wurde. Im gleichen Jahr folgte "Mommchance. Ein stoisches Lustspiel" beim Freispiel Brandshof. 2012 präsentierte sie ihr Stück "from925" am Schauspiel Dortmund als szenische Lesung. Mit "gentrifiction" gewann sie den Jurypreis des Kaltstart Festivals 2014 in der Kategorie "bestes Stück". Es ist ihr erstes Stück, das sie nicht selbst zur Uraufführung bringt.

tl_files/Produktionen 2015-2016/Gentrifiction/schmidt_pouplier.jpgRachelle Pouplier traf Helge Schmidt während der Hamburger Theaternacht 2015 im LICHTHOF Theater und sprach mit ihm über seinen ersten Zugriff auf Gentrifiction, Luftballons, und die Hilflosigkeit in einer vertheoretisierten Wirklichkeit. Zum Interview geht es hier.

Am 17. Oktober lädt der Verein der Freunde und Förderer des LICHTHOF e.V. im Anschluss an die Vorstellung zum Publikumsgespräch ein.



Mit David Kosel, Robin Krakowski, Laura Uhlig und Maria Magdalena Wardzinska
Regie: Helge Schmidt
Ausstattung: Jennifer Wjertzoch
Musik: Frieder Hepting
Dramaturgie: Christina Bellingen
Licht: Sönke C. Herm
Assistenz: Ariane Mohr

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg

Foto (c) Marcus Krüger

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© 2016 LICHTHOF THEATER Hamburg