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Helge Schmidt

Gentrifiction

Tragikomödie von Lena Biresch


"Vier großartige Schauspieler, die sich mit Energie und Liebe zum Detail um Kopf und Kragen reden. Ein Wortschwall der allerfeinsten Sorte.“ (reihesiebenmitte) / "Entführt in unbekanntes Hirngelände.“ (hamburgtheater)


Sind 10 hoch 34 Sekunden eigentlich kürzer als ein Jiffy? Mit dieser und anderen zwar astrophysikalisch interessanten, lebenspraktisch aber irrelevanten Fragen beschäftigt sich die Weltunter-Gang: vier letzte Vertreter der Spezies Homo sapiens, die sich die Zeit bis zur angekündigten Weltimplosion mit Tanzen, Trinken und Party Hopping vertreiben. Parallel dazu begegnen sich in absurd überhöhten Alltagssituationen die Figuren Eins und Zwei und analysieren ihre Liebes- und Trennungsgeschichte zwischen Supermarkt und Kettenkarussell. In einer beckettschen Landschaft erklimmen schließlich die Pioniere Hinz und Kunz unüberschaubare Datenberge und versuchen erfolglos, neues Land zu vermessen.

In drei Welten tummeln sich in dieser Tragikomödie sprachgewitzte Figuren, die trotz ihrer physikalisch-psychologischen Versiertheit das Leben und ihre Umwelt weder beherrschen noch verstehen können. Wie kann etwas so Perfektes wie die Natur etwas so Unfertiges wie den Menschen hervorbringen?

Helge Schmidt inszeniert als freier Regisseur vor allem neue Dramatik oder erarbeitet eigene Stückentwicklungen. So entstanden am Thalia Theater Rum und Wodka von Conor McPherson, Vom Lagerfeuer zum Weltenbrand und Kafka ist traurig. Gentrifiction ist seine erste Arbeit am LICHTHOF Theater und wird nach dem großen Erfolg im Oktober 2015 wieder aufgenommen.

tl_files/Produktionen 2015-2016/Gentrifiction/schmidt_pouplier.jpgRachelle Pouplier traf Helge Schmidt während der Hamburger Theaternacht 2015 im LICHTHOF Theater und sprach mit ihm über seinen ersten Zugriff auf Gentrifiction, Luftballons und die Hilflosigkeit in einer vertheoretisierten Wirklichkeit. Zum Interview geht es hier. Zum Interview mit Autorin Lena Biresch.

Mit David Kosel, Robin Krakowski, Laura Uhlig und Maria Magdalena Wardzinska
Regie: Helge Schmidt
Text: Lena Biresch
Musik: Frieder Hepting
Dramaturgie: Christina Bellingen
Ausstattung: Jennifer Wjertzoch
Licht: Sönke C. Herm
Assistenz: Ariane Mohr

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg

Foto (c) Marcus Krüger

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© 2016 LICHTHOF THEATER Hamburg