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Nino Haratischwili

Der Herbst der Untertanen

von Nino Haratischwili

Eine große, herrschaftliche Villa irgendwo auf der Welt: Seit Wochen tobt draußen ein Bürgerkrieg und auch vom General, dem Hausherrn und höchsten Amtsinhaber des Landes, erreichen einen keine Befehle mehr. Alle Angestellten haben bereits die Flucht ergriffen. Alle – bis auf die Dienstälteste Köchin Rina, die zynische Haushälterin Kaela und die überforderte Aushilfe Luci.

 

Trotz aller Mühen Rinas, die gewohnte Ordnung und die alte Hierarchie zu wahren und den Krieg vom Haus fern zu halten, dringt er durch alle verbarrikadierten Fenster und zugesperrten Türen, kriecht durch die Wände, in ihre Köpfe und versetzt die isolierten Hausbewohnerinnen in einen Ausnahmezustand. Als zwischen Rina und Kaela der Kampf um die Vorherrschaft ausbricht, wird Luci zum Spielball in den Händen der beiden Frauen, denen jedes Mittel Recht scheint, um das Gegenüber zu demütigen, zu denunzieren, zu brechen und somit die eigene Macht zu sichern. Luci nimmt langsam wahr, dass der scheinbare Ort der Sicherheit, das Heim, zu einem Schlachtfeld geworden ist und dass die Aussicht auf ein Davonkommen immer unmöglicher wird.

 

Der Herbst der Untertanen beschäftigt sich mit der Frauenrolle innerhalb des Krieges und versucht, sich dem Thema der weiblichen Täterschaft zu nähern.

 

Den Trailer zur Inszenierung findet ihr hier

 

Mit Özlem Cosen, Solveig Krebs und Anja Topf

Text & Regie: Nino Haratischwili

Bühne: Julia Bührle - Nowikowa

Kostüm: Gunna Meyer

Dramaturgie: Jule Doan

Choreographie: Ira Demina

Licht: Sönke C. Herm

Assistenz: Rayka Kobiella

Produktionsleitung: Gesine Lenz

Nähere Informationen zu den beteiligten Künstlerinnen finden Sie hier

 

Gefördert durch

Kulturbehörde Hamburg, LICHTHOF Stiftung

 

Fotos © Daniela Merz/Sollsuchstelle

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